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Die Akustik Konzertmuschel

Die Akustik Konzertmuschel
Die Initiatoren von „Five o’clock acoustic“: (v.l.) Kurt Schmidt, Walter Rittiens und Hermann-Josef Krichel-Mäurer. FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Letztes Jahr haben sie die dreieckige Konzertmuschel im Volksgarten zum Leben erweckt, jetzt geht es in die zweite Runde. „Five o’clock acoustic“ verspricht wieder drei Open Air Konzerte mit Wohnzimmer- Konzert Stimmung. Von Gina Dollen

„Immer wenn was geklappt hat, wird es wiederholt“, schmunzelt Bezirksvorsteher Hermann-Josef Krichel-Mäurer, während er von der Terrasse des DRK-Heims auf die dreieckige Konzertmuschel im Volksgarten blickt. Die wurde jahrelang nicht mehr genutzt, obwohl sie einen tollen Raum für Konzerte bietet. Das haben auch die beiden Musiker und Initiatoren der Veranstaltung Walter Rittinens und Kurt Schmidt verstanden und riefen 2015 die „Five o’clock acoustic“ Reihe ins Leben.

„Mit dem Erfolg vom letzten Jahr haben wir gar nicht gerechnet“, erzählt Kurt Schmidt, selbst Bassist bei den Dead Guitars. Schon bei der ersten Veranstaltungen kamen, kurz bevor der erste Ton angeschlagen wurde, knapp 500 Leute in den Volksgarten und mit jeder der beiden folgenden Veranstaltungen wurden es mehr. „Familienatmosphäre in Rockerkluft“, so beschreibt Walter Rittiens die Stimmung bei „Five o’clock“. Genau diese Atmosphäre macht die Konzertreihe aus. „Wir haben mal ein Wohnzimmer- Konzert gegeben, also wirklich in einer Wohnung. Da konnte man eine Stecknadel fallen hören als die Musik angefangen hat“, berichtet Schmidt. Diese besondere Erfahrung war unter anderem Auslöser für die Idee. Die Veranstalter wollen wieder „echte“, authentische Musiker mit eigenen Songs fördern. Durch viele Cover Bands ist diese Art der Musik in Vergessenheit geraten und so spielen die Bands bei „Five o’ clock“ ihre Songs in fast komplett unverstärkter, ganz verletzlicher Version.

Für die Verpflegung sorgt das DRK- Heim und die Musiker spielen umsonst, so dass niemand Eintritt bezahlen muss. „Wir wollen, dass das so klein gehalten wird, wie bisher. Hier soll keine kommerzielle Veranstaltung draus werden“, so Schmidt.

Der Titel ist dabei kein Zufall: Die Konzerte beginnen jedes Mal pünktlich um fünf – eine eher ungewöhnliche Zeit für ein Konzert und dann auch noch sonntags, würde man vielleicht denken. „Das passt aber perfekt ins Konzept. Die Leute können mittags einen gemütlichen Spaziergang durch den Park machen, dann richtig gute Musik genießen und trotzdem pünktlich zum Tatort wieder auf der Couch sitzen“, erklärt Rittiens.

Nach dem Erfolg vom letzen Jahr war es nicht überraschend, dass die Musiker Schlange standen, um auftreten zu dürfen. Teilweise musste sogar dem ein oder anderen abgesagt werden. Auf die Bühne der Konzertmuschel geschafft haben es aber zum Beispiel Singer-Songwriterin Sophie und die Thomas Allan Band. Sophie begeisterte beim Singer-Songwriter Slam und ist seitdem aus der Gladbacher Musikszene nicht mehr wegzudenken. Die Stanley Beamish Blues Band feiert sogar Premiere: sie spielen zum ersten Mal in ihrer Karriere ein Akustik Set. Ganz neue Töne gibt es auch bei den Dead Guitars, denn die denken über eine Streicher-Sektion nach.

(Report Anzeigenblatt)