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Die Anbieter ziehen den Stecker

Die Anbieter ziehen den Stecker
Ab 20. Juni brauchen Röhrenfernsehbesitzer einen neuen Receiver für Digitalfernsehen. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (um). Die Kabelnetzanbieter ziehen den Stecker: Am 20. Juni wird das analoge Fernsehprogramm bei uns abgestellt. Wer noch einen ganz alten Fernseher hat, guckt dann buchstäblich in die Röhre. Extra-Tipp hat die Verbraucherberatung gefragt, worauf man achten muss. Von Ulrike Mooz

Die gute Nachricht für alle voran: Wer per Satellit sein Fernsehprogramm empfängt, ist aus dem Schneider. Für den ändert sich nichts. Manch einen, der über Kabel empfängt und zusätzlich noch einen alten Röhrenfernseher am Start hat, könnte es ab dem 20. Juni aber kalt erwischen. Künftig wird im Kabelnetz nur noch in DVB-C gesendet. DVB-C bedeutet Digital Video Broadcast – Cable. Das ist der Standard für digitale TV-Übertragung im Kabelnetz. Derzeit werden sowohl analoge als auch digitale Signale über Kabel übertragen und sichern so die TV-Grundversorgung in vielen Haushalten. Rund 175 000 Haushalte sollen in NRW noch analog sehen.

Als erster Anbieter läutet Unitymedia das Ende des analogen Fernsehens ein. „Wenn Sie diesen Hinweis sehen, müssen Sie handeln“ kündigt der Anbieter schon seit Monaten auf seinen analogen Programmen per Ticker an. Die restlichen Analog-Gucker sehen ab dem 20. Juni nur noch Standbilder.

Wer einen modernen Flachbildfernseher hat, für den ist das Problem minimal. Er muss nur über den Sendersuchlauf die Programme neu festlegen. Anders schaut es bei denen aus, die noch einen alten Röhrenfernseher haben. Doch auch die brauchen nicht gleich ein neues Fernsehgerät. „Ein Digitalreceiver reicht da völlig aus“, sagt Sebastian Dreyer, Leiter der Mönchengladbacher Verbraucherberatung. Dreyer warnt vor allem davor, blindlings wohlklingende Zusatzangebote der Netzanbieter zu buchen. „Immer erst genau hingucken, ob man die auch wirklich braucht“, sagt er. In vielen Haushalten sei zudem der Netzanbieter schon in den Nebenkosten enthalten. Da brauche man grundsätzlich erstmal keinen eigenen Vertrag. Und auch wichtig: Wer einen Vertrag abgeschlossen habe, solle immer genau die monatliche Rechnung daraufhin prüfen, ob wirklich nur die vereinbarte Summe abgerechnet wurde.

Grundsätzlich solle man beachten, dass man auf mehrere Arten Fernsehen gucken könne, so Dreyer. Neben dem Kabelanschluss gäbe es da die Satellitenschüssel, Fernsehen über den Computer und mit Antenne (DVB-T).

(Report Anzeigenblatt)