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Die Bibliothek der Zukunft

Die Bibliothek der Zukunft
Die Stadtbücherei soll zur Bibliothek der Zukunft umgebaut werden.
önchengladbach. Wie kriegt man es hin, dass die Stadtbibliothek modernen Brandschutz- und energetischen Standards entspricht, mehr Raum für Publikumsverkehr bietet, sich aber nach außen hin möglichst wenig bis gar nicht ausdehnt? Die Verwaltung soll jetzt die Voraussetzungen prüfen und ein Architektenwettbewerb muss her - schnell, denn die Zeit drängt. Von Ulrike Mooz

In Sachen Bibliothekssanierung ist schon einiges durchgespielt worden - theoretisch. So gab es in diesem Sommer einen studentischen Wettbewerb der Peter Behrens School of Arts - Hochschule Düsseldorf. 17 Studierende hatten freie Hand, veränderten die denkmalgeschützte Bestandsimmobilie am Adenauerplatz in Richtung Bibliothek der Zukunft. Tolle Entwürfe seien dabei herausgekommen, sind sich Kulturdezernent Dr. Gert Fischer und Baudezernent Dr. Gregor Bonin einig. Gleichzeitig hätten die Ideen aber auch offenbart, was nicht geht: Zum Beispiel eine Erweiterung nach hinten, so dass den Anwohnern bis vor die Nase gebaut würde. „Das machen wir nicht, wir wollen schließlich die Akzeptanz der Bürger“, so Bonin.

Was technisch, finanziell und denkmalrechtlich überhaupt geht, soll die Verwaltung derzeit prüfen. „Wir brauchen ein kluges Konzept, es geht nicht unbedingt um Flächenmehrung“, so Bonin, wohl aber solle mehr Fläche für Publikumsverkehr heraus kommen. Dafür könne man überlegen, die Verwaltung auszulagern und damit 590 Quadratmeter frei zu machen.

Unterirdisch erweitern, durch Überbauung vergrößern, in irgendeine Richtung anbauen oder vielleicht auch gar nicht nach außer vergrößern - all das wäre möglich, um die Stadtbibliothek der Zukunft zu konzipieren. Entwürfe soll ein Architektenwettbewerb bringen - schnell, denn wenn Fördermittel genutzt werden sollen, dann muss bis 2022 die Rechnung auf dem Tisch liegen.

Anders als früher, als Bibliotheken bloß Lesestoff gesammelt haben, soll die moderne Bibliothek auch gleichzeitig Treffpunkt und gut ins Quartier eingebunden sein. Und natürlich müssen moderne Medien ihren Platz finden, genauso, wie das gute alte Buch.

(Report Anzeigenblatt)