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Die Geschichte eines Mordes

Mönchengladbach. Bei einer Frühstücksmatinee zeigt das Theater Mönchengladbach heute „Eine Schiffsladung Nelken für Hrant Dink“, die Geschichte von Hrant Dink – und der Aufklärung seines Mordes. Von der Redaktion

Hrant Dink war Armenier und Staatsbürger der Türkei. Im Januar 2007 wurde er auf offener Straße in Istanbul ermordet. Der Täter, ein Siebzehnjähriger, und sein Anstifter wurden gefasst und verurteilt, aber vieles deutet darauf hin, dass ein Netzwerk türkischer Nationalisten hinter dem Mord steckte. Im Januar 2015 wurden zwei türkische Polizisten im Zusammenhang mit seiner Ermordung festgenommen und angeklagt.

Seit 1996 gab Hrant Dink die Zeitung Agos heraus, die einzige armenisch-türkische Wochenzeitung. Darin stritt er mit anderen für die Aussöhnung zwischen Armeniern und Türken, für die Demokratie in der Türkei, für die Anerkennung der historischen Wahrheit und damit gegen die Leugnung des Völkermordes an den Armeniern in 1915 bis 1923.

Die armenische Dichterin Anna Davtyan ruft in sechzehn poetischen Miniaturen Hrant Dink und sein Lebensthema in Erinnerung.

Los geht es um 11.15 Uhr im Theatercafé Linol, Odenkirchener Straße 78 in Mönchengladbach, der Eintritt kostet vier Euro (zuzüglich Frühstück). Das Frühstück beginnt um 10 Uhr, eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung statt.

(Report Anzeigenblatt)