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Die Protestläuferin

Die Protestläuferin
Mit ihren beiden Hunden Maggie und Futzi macht sich Sabine Wester am 1. April zu Fuß auf den Weg nach Berlin.
Mönchengladbach. Am 1. April geht es los: Sabine Wester macht sich zusammen mit ihren beiden Hunden Maggie und Futzi zu Fuß auf den Weg von Mönchengladbach nach Berlin – mit einem „kleinen“ Umweg über München. Mit ihrem Marsch will sie gegen Massentierhaltung protestieren. In Berlin soll die Aktion in einer Demonstration enden. Von David Friederichs

Sabine Wester und ihre beiden Hunde Maggie und Futzi sind ein Herz und eine Seele. Tiere haben es Wester ohnehin angetan, sie lebt bewusst vegan, verzichtet also auf jegliche Art tierischer Produkte, engagiert sich im Tierschutz. „Im letzten Jahr hatte ich dann die Idee, mit einem Protestmarsch auf die Massentierhaltung aufmerksam zu machen“, erklärt sie. 630 Kilometer, von Eberswalde nach Neuss, legte sie im Vorjahr zurück, in diesem Jahr soll es mehr als doppelt so weit gehen. Am 1. April macht sie sich aus Mönchengladbach auf den Weg nach Berlin, mit dem „kleinen“ Umweg über München. „Am Ende werden es rund 1 300 Kilometer sein“, verrät sei. Ganz nebenbei ergibt ihre Laufroute ein „V“ wie „vegan“. Rund 20 bis 25 Kilometer pro Tag wird sie zurücklegen, neben ihren beiden Hunden hat sie einen Rucksack, ein Zelt, Isomatte und einen kleinen Campingkocher dabei. An den Rucksack wird sie ein Schild hängen, auf dem sie auf ihre Aktion aufmerksam macht. „Solch ein Schild hatte ich schon im letzten Jahr dabei. Unglaublich viele haben mich angesprochen und ich konnte sie in den Gesprächen über das Thema Massentierhaltung aufklären und teilweise dazu bewegen, ihr Konsumverhalten zu überdenken.“ Auf solche Gespräche hofft sie auch in diesem Jahr. Übernachten wird sie entweder auf Campingplätzen oder aber mittels Couchsurfing. „Meine Facebook-Gruppe hat mittlerweile 800 Leute, über diese werde ich versuchen, Gästezimmer zu finden“, hofft Wester. Immer mit dabei ist auch ihre Spendenbox, in der sie Geld für den Verein Tierfreunde ohne Grenzen sammelt. „Auch deswegen habe ich den Umweg über München gewählt. Je länger ich unterwegs bin, mit umso mehr Leuten komme ich ins Gespräch, umso mehr Spenden kann ich sammeln.“

Das Ziel Berlin muss sie spätestens am 18. Juni erreicht haben. Dann hat sie in Berlin eine Demonstration angemeldet. 350 bis 400 Teilnehmer verschiedener Tierschutzorganisationen sollen es werden.

Übrigens macht sich nicht nur Wester zu Fuß auf den Weg nach Berlin, noch sieben weitere Tierfreunde nehmen am „Lebenslauf fürs Leben“ teil und treffen in der Hauptstadt aufeinander.

(Report Anzeigenblatt)
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