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Die Zukunft beginnt für das goldene M

Die Zukunft beginnt für das goldene M
Bestellung am Terminal (Foto l.) , Bluetooth-Chip (kleines Foto) für die Bedienung am Platz, neue Aufteilung im Kassenbereich (oben r.) oder der Magic Table für die kleinen Besucher (unten r.) - alle McDonald’s Filialen in Mönchengladbach werden zum „Restaurant der Zukunft“ umgebaut. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. In Zeiten immer hipper werdender Burgerläden muss sich auch der Marktführer den neuen Gegebenheiten anpassen. Mit dem „Restaurant der Zukunft“ startet McDonald’s deutschlandweit die große Offensive. Von David Friederichs

Ein Besuch bei McDonald’s gehörte früher zu jedem Ausflug dazu. Schon im Vorfeld freute man sich auf einen Cheeseburger oder BigMac, Service stand da nicht sonderlich im Vordergrund. Da mutet es schon ein wenig futuristisch an, was sich nach und nach in allen Mönchengladbacher Filialen der Fast-Food-Kette gerade tut.

So zum Beispiel in der Filiale am Adolf-Kempken-Weg in Wickrath. Draußen ist der rote Teppich ausgelegt, ein „VIP“-Schild begrüßt die Burgerfans. Kennt man ein McDonal’s-Restaurant kennt man alle - das war früher einmal. Denn gleich beim ersten Blick fällt auf: Hier ist alles neu, vieles nicht mehr so, wie man es über Jahrzehnte gewohnt war. Da wären zum Beispiel die großen Touchscreens, die wie überdimensionale Handys wirken. Und da mittlerweile ja jeder mit einem Smartphone umgehen kann, ist auch die Bedienung der „Terminals“, wie sie heißen, kinderleicht. Man kann zwischen den verschiedenen Burgern und Menüs hin und her switchen und ganz einfach seine Bestellung aufgeben. Digitalisierung goes McDonald’s. Doch bieten sich dem Kunden weit mehr Optionen: konnte man früher bei seinen Burgern nur etwas weglassen, kann man heute auch Zutaten individuell hinzubestellen. Gurke weg, zweite Scheibe Käse dazu? Ein zweites Pattie gefällig und Bacon obendrauf? Kein Problem. „Völlig wilde Kombinationen gehen aber nicht“, sagt Tim Seibert, Unternehmenssprecher von Franchise-Nehmer Reiner Froitzheim, „ein BigMac behält weiter die für ihn typische Soße.“ Insgesamt 21 Filialen unterhält Froitzheim - nach und nach werden alle zum Restaurant der Zukunft umgebaut. „Pro Restaurant investieren wir mehr als 500 000 Euro“, erklärt Seibert. Macht alleine in Mönchengladbach bei fünf Filialen rund 2,5 Millionen Euro.

Ist die Bestellung am Terminal aufgegeben, kann man passend zu seiner Bestellung ein „Nümmerchen ziehen“ und sich bequem seinen Platz suchen. Denn, auch das ist neu, bei McDonald’s gibt es jetzt einen Tischservice. Über ein Bluetooth-Signal kann der Kellner den Besteller orten und bringt so den Burger direkt und zielgenau an den Tisch. „Wir wollen unseren Service verbessern“, erklärt Seibert.

Auch die normale Bestellung an der Kasse ist weiterhin möglich - allerdings ist auch hier irgendwie alles anders als gewohnt. Der Kassenbereich unterteilt sich in „Bestellung“ und „Abholung“ - heißt: nach der Bestellung macht man Platz für den nächsten Kunden und wartet an der Seite. Wer früher gerne in die Ablage geschaut hat, welche Bürger noch vorrätig sind, der schaut heute nur noch ins Leere. Aus gutem Grund: „Wir bereiten alle Burger jetzt erst frisch im Moment der Bestellung zu“, so Seibert.

Und auch die Wünsche anspruchsvoller Kunden will McDonald’s in Zukunft befriedigen. Mit der „The Signature Collection“ geht eine Gourmet-Linie an den Start - mit größeren Fleisch-Patties und auf Wunsch sogar auf einem Brett in Holzoptik ohne Pappschachtel serviert. Weitere Neuerungen sind Steckdosen mit USB-Anschluss an den Tischen, ein Magic Table, eine interaktives Touchscreen mit Spielen für die kleinen Besucher oder aber Kaffeespezialitäten aus einer Siebträger-Maschine, wie man sie sonst nur vom Barista kennt.

In Zukunft soll es auch möglich sein, sein Essen in der jeweiligen Filiale schon über das Smartphone zu bestellen und dann nur noch abholen zu müssen. „Außerdem gibt es in Düsseldorf schon einen Test mit einem Lieferservice. Dieses Angebot könnte auch in Mönchengladbach schon bald realisiert werden“, hofft Seibert.

(Report Anzeigenblatt)