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Drama Babys! Wer holt euch?

Drama Babys! Wer holt euch?
Die Entwicklung ist dramatisch: Auf eine Hebamme kommen in Mönchengladbach 71 Geburten. FOTO: Pixabay
Mönchengladbach. Eigentlich ist es eine erfreuliche Entwicklung: Seit 2011 steigt in Mönchengladbach kontinuierlich die Zahl der Geburten. 2 602 waren es im letzten Jahr. Weniger schön ist, was eine Analyse der AOK bezüglich der Versorgungssituation rund um die Schwangerschaft und Geburt für Mönchengladbach zeigt: Es gibt zu wenig Hebammen im Verhältnis zu den Geburten. Von Petra Käding

AOK-Regionaldirektor Heinz Frohn nennt es „ein hochemotionales Thema“. Tatsächlich kann man die Situation „dramatisch“ nennen, denn hier geht es um eine erhebliche Unterversorgung. Und jede Mutter weiß, wie wichtig die Begleitung von Schwangerschaft, Geburt und den ersten Wochen mit dem Baby durch eine Hebamme ist. Es ist nicht nur der Geburtsvorbereitungskurs, sondern der Beistand, Zuspruch, Rat der Hebamme, den die Schwangere braucht, wenn Beschwerden auftreten, Fragen, Ängste aufkommen.

Apropos Ängste. Die konkreten Zahlen für Mönchengladbach sind beängstigend. 33 Hebammen haben in Gladbach im Laufe der letzten Jahre bei der AOK abgerechnet. Auf eine Hebamme kommen jährlich 71 Geburten. Zum Vergleich: In Aachen sind es lediglich 27!

(StadtSpiegel)