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Eßer ist neuer Schiedsmann

Mönchengladbach. Bei einem Streit vermitteln und gemeinsam nach Lösungen suchen – dieser Aufgabe stellt sich im Besonderen jetzt der neue Schiedsmann für den Bezirk West/1 Stefan Eßer. Von der Redaktion

Der Bezirk West/1 (Rheindahlen-Land, –Mitte, Holt Hehn, HQ) hat einen neuen Schiedsmann. Diese Aufgabe übernimmt Stefan Eßer. Der gelernte 53-jährige Betriebswirt lebt selber in Mennrath, hat sich bisher ehrenamtlich bereits stark im Förderverein an der Schule seiner Kinder in Rheindahlen engagiert und wird nun auch beruflich seinen Schwerpunkt nach Mönchengladbach verlagern.

An der Universität zu Köln hat er außerdem eine Ausbildung zum Mediator absolviert: „Zu vermitteln oder auszugleichen hat mir immer schon gelegen, durch die Ausbildung habe ich auch das Rüstzeug erhalten, das zu systematisieren. Dass das funktioniert hat sich dabei durchaus auch schon in der Familie oder im ganz normalen Alltag gezeigt.“ Dabei geht es dann zum Beispiel darum für sich den neutralen Standpunkt zu finden und oft auch erst einmal darum eine bei Streitfällen hoch emotionale Situationen etwas aufzufangen: „Wenn das geschafft ist, die Sachlagen klar sind und ich dann dabei helfen kann, dass beide Parteien eine gemeinsame Lösung finden, dann ist dies oft sicherlich für die Parteien ein besserer Ausgang als weiter vor Gericht zu ziehen.“ Zu den Fällen, die bei Schiedsleuten landen, gehören Beleidigungen, leichte und fahrlässige Körperverletzung, Bedrohung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch oder Verletzung des Briefgeheimnisses. Sie nehmen dabei die Rolle als neutraler Vermittler ein. Sollte bei dem Verfahren eine Lösung gefunden werden, müssen die Fälle nicht weiter vor Gericht verhandelt werden. In einigen Fällen sind die Parteien dabei sogar verpflichtet, zunächst eine Schiedsfrau oder einen Schiedsmann aufzusuchen. Aufsicht über die Schiedsleute hat dabei das zuständige Amtsgericht und sie werden für fünf Jahre vom Rat der Stadt Mönchengladbach gewählt.

(Report Anzeigenblatt)