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Eine Ausstellung zum Sonnenhaus-Platz Wettbewerb läuft noch bis zum 20. Oktober im Haus Berggarten
Ein Eindruck der Vielfältigkeit

Mönchengladbach (bra). Der neue Platz vor dem Minto-Shopping-Center wird nach den Plänen des Münchner Büros „Lohrer.Hochrein“ gestaltet. Der Siegerentwurf sowie die 14 weiteren beim Wettbewerb eingereichten Konzepte sind ab sofort in einer Ausstellung im Haus Berggarten zu besichtigen. Von Sylvia Bradtmöller

„Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt hier die Möglichkeit geben, sich nicht nur den Sieger-Entwurf, sondern alle Wettbewerbs-Beiträge anzusehen“, sagte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners zur Eröffnung der Ausstellung der 15 Wettbewerbsteilnehmer für den Platz vor dem Sonnenhaus. „Ich hoffe sehr, dass viele Mönchengladbacher dieses Angebot nutzen werden, um sich einen Eindruck von der Vielfalt der eingereichten Vorschläge zu machen, denn es sind alles qualitätvolle Arbeiten.“ Ziel des von der Stadt ausgelobten Wettbewerbs war ein landschaftsplanerischer Entwurf für den neu entstehenden City-Platz, der eine Verbindung zwischen der Hindenburgstraße, dem Hans-Jonas-Park und dem Kulturhügel mit einer multifunktional nutzbaren Fläche schaffen soll. Dabei war die Aufgabe zu lösen, mit diesem 6 000 Quadratmeter großen Areal einen Ort zu schaffen, der sowohl für die Mönchengladbacher Bürger als auch für die Besucher aus anderen Städten eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Die eingereichten Beiträge wurden vorab durch städtische Mitarbeiter und das den Wettbewerb betreuende Büro „Plan B Jürgensmann Landers“ geprüft und dann einer Fachjury zum Entscheid vorgelegt. Das Preisgericht hat sich nach intensiver Diskussion einstimmig für den Entwurf mit der Nummer 1079 entschieden, der die Grundlage zur weiter folgenden Bearbeitung bilden soll. Die planerisch anspruchsvollen Höhenunterschiede werden stufenlos ausgeglichen, der Platz läuft von der Hindenburgstraße nahezu fließend in den Hans-Jonas Park über, der zukünftig lichter und einsichtiger gestaltet wird und so auch den Zugangsweg zu VHS und Musikschule vorteilhaft öffnet. Zwei seitlich platzierte, mittels Stufen und Baumhainen gestaltete „Bastionen“ bilden kleine Erholungsinseln. Für gastronomische Nutzung bleibt Raum vor den Gebäuden. Die Abteistraße in Richtung Museum wird zu einer Parkpromenade verbreitert, auch die Stepgesstraße mit Wendekreisel erhält Allee-Charakter. Die Hindenburgstraße als sogenannter Shared-Space ist Fahrstraße und Fußgängerzone zugleich. Da derzeit noch bis zu 1 000 Busse täglich dort entlangfahren, wird eine strapazierfähige Asphaltdecke eingezogen. Der Sonnenhausplatz bleibt Fußgängerzone, muss aber im Notfall durch Rettungsfahrzeuge befahrbar sein. Den im Entwurf noch als Brunnen gestalteten Blickfang in Höhe Abteistraße bildet zukünftig das Kunstwerk „7 Donkeys“ von Rita McBride. Auf dem Boden aufgebrachte farbige Bänder symbolisieren darüber hinaus Wegbeziehungen zwischen neuen und alten Nachbarn. Sie führen als verbindendes Element vom Sonnenhaus-Platz durch das Minto bis hin zum Haus Bungeroth auf der Steinmetzstraße. Die aus sieben Bronze-Eseln bestehende Skulptur ging als Gewinner aus dem von Investor Mfi ausgelobten Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des Platzes hervor. Durch eine Videoanimation können sich die Ausstellungsbesucher einen ersten Eindruck verschaffen.

(Report Anzeigenblatt)