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Einmal 33 Prozent Rabatt

Einmal 33 Prozent Rabatt
Bieten Flüchtlingen Hilfe beim Einkauf in den Hep-Shops und im Volksladen (v.l.): Margarethe Krings, Peter Richter, Wilfried Reiners (Volksverein), Hermann-Josef Kronen (Volksverein), Elke Ipp (Hep-Shop) und Irmgard Meurer. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Mit einer gemeinsamen Rabatt-Aktion möchten die Volk'sLäden des Volksvereins Mönchengladbach und die Hep-Shops der Evangelischen Stiftung Hephata den Flüchtlingen zeigen, dass sie willkommen sind. Von Christina Reineke

Deutschlandweit spenden Menschen verschiedenstes Hab und Gut für die Flüchtlinge in ihrer Stadt. Auch in Mönchengladbach sind viele Flüchtlinge untergebracht, die auf Kleider- oder andere Spenden angewiesen sind. So wurden auch die Verantwortlichen des Volksvereins und der Stiftung Hephata in den letzten Monaten immer wieder angesprochen, ob sie nicht aus ihren Verkaufsläden kostenlos Kleidung zur Verfügung stellen könnten. "Unser Geschäftsmodell sieht vor, mit der Arbeit in den verschiedenen Bereichen Langzeitarbeitslose zu qualifizieren und durch den Verkauf notwendige Erlöse zu erzielen. Deshalb ist es uns und auch Hephata nicht möglich Spenden zu verschenken. Trotzdem möchten auch wir uns in der Flüchtlingsfrage einbringen und haben deshalb gemeinsam die Rabattkarte entwickelt", erklärt Hermann-Josef Kronen, Geschäftsführer des Volksvereins Mönchengladbach. Die Rabattkarte ermöglicht es den Flüchtlingen einmal mit einer Preisreduzierung von 33 Prozent in einem der Volks'läden des Volksvereins oder in einem Hep-Shop der Stiftung Hephata einkaufen zu gehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Kleidung, Hausrat, Spielzeug oder alles zusammen gekauft wird oder wie viele Personen die Rabattkarte nutzen. "Damit wollen wir den Menschen aus Syrien und anderen Ländern ganz konkret entgegen kommen und hoffen, deren Lebensqualität ein kleines Stück zu verbessern. Es ist doch schön, sich in einem Laden selbst etwas aussuchen zu können, das einem gefällt", so Elke Ipp, Abteilungsleiterin der Hep-Shops.

Damit die Verteilung der Rabattkarten nicht nach dem "Gieskannen-Prinzip" verläuft, wie Wilfried Reiners vom Volksverein beim Pressegespräch erklärte, haben sich die Verantwortlichen dazu entschlossen, die Rabatt-Karten an die jeweiligen Ehrenamtler zu geben, die in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind. Die ersten 1 000 Karten gingen jetzt an die Ökumenische Arbeitsgruppe für Flüchtlingsarbeit in Neuwerk, vertreten durch Irmgard Meurer, an den Ökumenischen Arbeitskreis für Asylfragen in Rheindahlen, vertreten durch Peter Richter und an Margarete Krings, die am Standort Luisental ehrenamtlich engagiert ist.

"Das war nur der Anfang. Natürlich sollen sich weitere Arbeitskreise oder engagierte Ehrenamtler bei uns melden, damit wir ihnen die Rabattkarten zukommen lassen und sie diese weitergeben können. Die Menschen vor Ort wissen einfach besser über den dortigen Bedarf Bescheid als wir. Deshalb haben wir uns für diese Vorgehensweise entschieden", so Richter

Zunächst ist der Rabatt für einen einmaligen Einkauf vorgesehen. Wer einer Familie oder auch Einzelpersonen außerdem etwas Gutes tun möchte, kann in allen Volk'sLäden und Hep-Shops auch Gutscheine erwerben und diese verschenken.

(Report Anzeigenblatt)