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Eintauchen in die Musikwelt

Eintauchen in die Musikwelt
Eintauchen und abtauchen: neu ist auch die Gestaltung des Programmheftes mit Fotos, die mit großem Spaß im Bockumer Hallenbad geschossen wurden. FOTO: Matthias Stutte
Mönchengladbach (um). Die Niederrheinischen Sinfoniker sind immer bereit, Neues auszuprobieren. So ist ihr neues Programm für die Saison 2016/17 auch durchsetzt mit neuen Ideen. Von Ulrike Mooz

Bei den Niederrheinischen Sinfonikern ist das Leben doch manchmal ein Wunschkonzert, dann nämlich, wenn tatsächlich das Publikum sich wünschen darf, was gespielt wird. So ist es beim ersten Sinfoniekonzert mit der Gastviolinistin Elina Vähälä am 7. und 8. September. Das Publikum darf bis zum 1. Juni abstimmen, ob es die Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 von Brahms, Also sprach Zarathustra op. 30 von Richard Strauss, die Orchestersuite Romeo und Julia von Prokofjew oder Hindemiths Sinfonie „Mathis der Maler“ hören möchte (meinfavorit@theater-kr-mg.de).

Auch die anderen Sinfoniekonzerte haben es in sich: Bernd Glemser, einer der renommiertesten deutschen Pianisten, wird erwartet, der hervorragende Violoncellist Julian Steckel spielt mit den Sinfonikern das spektakuläre Konzert für Violoncello und Blasorchester von Friedrich Gulda. „Das ist so viel Kitsch, dass es schon kein Kitsch mehr ist“, freut sich Generalmusikdirektor Mihkel Kütson. Dann gastiert der estnische Fagottist Martin Kuuskmann in Mönchengladbach, Violinist Tobias Feldmann spielt mit den Sinfonikern unter dem Gastdirigenten Georg Fritzsch aus Kiel. Und beim 7. Sinfoniekonzert sind wieder die Preisträger des Wettbewerbs „Bühne frei“ gefragt.

Die Sinfoniker lassen das Publikum wählen, wirken bei der Sommermusik mit, spielen in Krefeld ein Sonderkonzert zum Stummfilm-Klassiker „Das Cabinet des Dr. Caligari“ und – auch eine neue Idee – stellen das 4. Kammerkonzert mit Werken von Schubert, Mendelssohn-Bartholdy und Schostakowitsch unter das Motto „Klangfarben“ und haben die Gladbacher Künstlerin Marlene Dammers als Gast eingeladen, live dazu gestisch zu malen.

So beliebt, dass manches jetzt zweimal gespielt wird, sind die Kinderkonzerte. Da wird musikalisch gereist, gekocht und erzählt. „Die Kinder sollen zur Musik auch zuhören lernen“, sagt Konzertdramaturgin Eva Ziegelhoefer, bei den Sinfonikern zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. „Wir wollen nicht nur Sicheres und Altbewährtes“, sagt Mikhel Kütson. Mit neuen Ideen wolle man auch Menschen, die sich bislang noch nicht in klassische Konzerte trauten, die Berührungsängste nehmen.

(Report Anzeigenblatt)