| 14.37 Uhr

Mönchengladbacher Bürger können an EU-weitem Projekt teilnehmen
Europas Zukunft geht alle an!

Mönchengladbacher Bürger können an EU-weitem Projekt teilnehmen: Europas Zukunft geht alle an!
Projektmanager von der TU Dortmund, Jürgen Schultze, Martina Roßbach, zuständig für politische Bildung an der VHS und Thomas Erler, Leiter der VHS hoffen auf viele Bewerber für die CASI-Bürgerbeteiligung. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (cc). Die Volkshochschule Mönchengladbach und die Technische Universität Dortmund laden 25 Mönchengladbacher ein, ihre Visionen von einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Zukunft in Europa zu entwickeln. Wer mitmacht, wird Teil eines europaweiten Projektes. Von Christina Reineke

„Wie sieht Ihre Vision für eine umweltfreundliche und nachhaltige Zukunft Europas aus?“ Unter dieser Frage steht das europäische Bürger-Panel des CASI Projektes, zu dem die Sozialforschungsstelle der Technischen Universität Dortmund insgesamt 25 Mönchengladbacher Bürger einlädt, die ihre Antwort darauf geben. „Die Bürger-Panels basieren auf der Idee, dass die Entwicklung relevanter und fortschrittlicher Forschungsschwerpunkte erheblich verbessert werden könnte, wenn man die Ideen und Wünsche von Bürgern im Originaltext und ungefiltert berücksichtigt“, so Projektmanager Jürgen Schultze. Parallel zu der Veranstaltung in Mönchengladbach, die für Deutschland steht, finden in 12 weiteren EU-Staaten solche Workshops statt. Das erste Seminar am Samstag, 18. April, von 9 bis 14 Uhr ist ein „Visionsworkshop“ mit dem Ziel, gemeinsam erste Zukunftsvisionen für eine umweltfreundlichere Zukunft zu entwickeln. Der zweite Seminartag, am 25. April, von 9 bis 14 Uhr, dreht sich vor allem darum, die vier wichtigsten Zukunftsszenarien weiterzuentwickeln und diese in das Projekt CASI einzubinden.

Die VHS Mönchengladbach stellt ihre Räume für die Workshops bereit und das ist kein Zufall: „Wir haben bewusst bei der Volkshochschule angefragt, weil hier viele verschiedene Menschen lernen. Und für das Bürger-Panel ist es uns sehr wichtig einen guten Mix von Bürgern zu gewinnen. Ob alt oder jung, ob Mann oder Frau, ob berufstätig oder arbeitssuchend, ob Stadtmensch oder Landbewohner - alle sind eingeladen sich zu bewerben. Die Teilnahme erfordert kein spezielles Hintergrundwissen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit, denn uns geht es um Alltagserfahrungen und neue Ideen“, so Schultze.

Ein Team von Experten aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Innovation und Politikgestaltung diskutiert anschließend die Visionen der Bürger aus allen teilnehmenden 12 EU-Staaten und setzt sie in konkrete Forschungsziele zur „Nachhaltigkeit Innovation“ um. Die Ergebnisse der Experten wiederum und ihre Forschungsziele werden dann in der zweiten Panel-Sitzung im Herbst diesen Jahres von den Bürgern begutachtet. Die Vorschläge, die von den Bürgern für gut befunden werden, sollen schließlich deutschen und europäischen Entscheidungsträgern in nationalen Workshops und auf einer internationalen Konferenz zum Thema Nachhaltige Innovation präsentiert werden.

(Report Anzeigenblatt)