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Experte für krause Ideen

Experte für krause Ideen
Moderatorin Katty Salié, Staatssekretärin Brigitte Zypries, Preisträger Norbert Krause und Ministerialdirektor Dr. Günter Winands bei der Ehrung in Berlin. FOTO: Michael Reitz
Mönchengladbach (um). Er hat die Mönchengladbacher Radler nach vorne und viele in der Stadt zum Nachdenken gebracht: Aktionskünstler Norbert Krause ist vom Bundesministerium für Wirtschaft zum „Kultur- und Kreativpiloten 2015“ ausgezeichnet worden. Von Ulrike Mooz

Wenn man in Mönchengladbach den Namen Norbert Krause hört, dann weiß man, dass jetzt wieder so eine schräge Geschichte kommt – schräg im Sinne von ausgefallen und fantasiereich - kraus eben. Krause hat mit „200 Tage Fahrradstadt“ Gladbachs Radfahrer ins Gespräch und in Aktion gebracht, hat das Fahrrad-Yoga quasi erfunden und beim Tandem-Single-Speed-Dating Leute zusammen gebracht. Er ließ die Leute mit „Nächste Ausfahrt para_dies“ überlegen und schuf mit „WIR – Ein Gruppenfoto“ einen Kontrapunkt zum anonymen Nebeneinanderwohnen in der Stadt. Am Mittwoch ist er in Berlin von der Parlamentarischen Staatssekretärin Brigitte Zypries für seine Ideen als „Kultur- und Kreativpilot 2015“ ausgezeichnet worden. „Da gab es ganz entspannte Jury-Gespräche“, sagt Norbert Krause, der sich bei der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie beworben hatte. Aus 704 Bewerbungen sind 32 ausgewählt worden und der Mönchengladbacher Künstler war dabei. Geld gibt es für die Auszeichnung nicht, sondern eine einjährige professionelle Begleitung, in der die Gewinner mit Coaching, Networking und Workshops gefördert werden. „Ich möchte, dass meine Ideen buchbar werden“, sagt Krause, quasi als Krause-Konzept, dass andere Städte, die keinen „eigenen Krause“ haben, dann einkaufen können.

(Report Anzeigenblatt)