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Für die Aktion „PausenPower“ suchen die Initiatoren noch weitere interessierte Schulen
Für den gesunden Start in den Tag

Mönchengladbach (jfk). Von 100 Grundschülern in Mönchengladbach starten 30 morgens ohne Frühstück in ihren Schulalltag, an weiterführenden Schulen sind es noch mehr. Seit knapp zwei Jahren gibt es in der Vitusstadt eine Initiative, die sich dieser Problematik angenommen hat: Die „PausenPower eG“ will gesunde Frühstücksangebote an den Schulen etablieren. Von Jan Finken

Die grundsätzliche Idee, eine Aktion wie „PausenPower“ zu gründen, stammt von niemand geringerem als Friedensnobelpreisträger Professor Muhammad Yunus, der 2011 auf Einladung des Initiativkreises in Mönchengladbach einen Vortrag gehalten hatte. Damals verzichtete der Erfinder der Mikrokredite auf das Honorar für seinen Vortrag. Unter einer Bedingung: Es sollten soziale Projekte in der Stadt initiiert werden. „Die Recherche ergab, dass insbesondere im Bereich der Ernährung von Grundschulkindern im Stadtgebiet Mönchengladbach der Förderbedarf am größten ist“, sagt Robert Bückmann, Aufsichtsratsvorsitzender von „PausenPower“. Dank der finanziellen Unterstützung von Gladbacher Unternehmen in der Anlaufphase startete das Pilotprojekt mit dem Deutschen Kinderschutzbund, Ortsverband Mönchengladbach an der Grundschule Mülfort-Dohr. „Nach Abwägen verschiedenster Unternehmensformen wurde für die Umsetzung des Projektes die Unternehmensform der Genossenschaft gewählt und die Pausen-Power eG als Social Business Unternehmen gegründet“, erläuterte Vorstandsmitglied Hans-Wilhelm Hermeling seinerzeit.

Nach dem erfolgreichen Start in Mülfort-Dohr haben sich auch die Hauptschule und das Gymnasium Rheindahlen dem Modell angeschlossen. Auch hier wird seitdem täglich gemeinsam mit engagierten Eltern ein gesundes Frühstück serviert. Seit einiger Zeit ist auch die Gesamtschule Volksgarten mit einer Halbtagskraft des Volksvereins dabei, außerdem gibt es eine Kooperation mit der Anne-Frank-Förderschule. Weitere Schulen sollen in Kürze aufgenommen werden. „Für alle Seiten ist das Projekt eine Win-Win-Siuation. Vor allem aber profitieren die Schüler von einem regelmäßigen und gesunden Frühstück“, so Hermeling weiter.

(Report Anzeigenblatt)