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Für die Zukunft gerüstet

Für die Zukunft gerüstet
Freuten sich mit der Sozial-Holding über den 20. Geburtstag: (v.l.) Monika Kuhlen-Heck, Hans Wilhelm Reiners, Helmut Wallrafen, Martina Hoffmann-Badache, Bernhild Birkenheil und Dörte Schall. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Mit einem Festakt im Theater feierte die Sozial-Holding der Stadt ihren 20. Geburtstag. Das Vorzeigeunternehmen der Stadt sieht sich für die Zukunft gut gerüstet und entwickelt sich ständig weiter. Der demografische Wandel betrifft die Sozial-Holding in mehreren Bereichen. Von David Friederichs

Es waren interessante Einblick, die den geladenen Gästen geboten wurden. „Sputnik Moment“ heißt der Film von Barbara Wackernagel-Jakobs, aus dem bei der Jubiläumsfeier der Sozial-Holding wenige Minuten gezeigt wurden. Zum einen, weil einige der im Film interviewten Menschen aus Mönchengladbach stammen, zum anderen, weil der Film deutlich machte, dass mit dem Beginn des Rentenalters auf viele noch 30 gute Jahre warten. „Das ist eine Herausforderung für die Gesellschaft, birgt aber auch zahlreiches Potenzial“, sagt die Filmemacherin.

Auf Grundlage des Film startete eine angeregte Podiumsdiskussion, unter anderem mit Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, Helmut Wallrafe, Geschäftsführer der Sozial-Holding, und mit Martina Hoffmann-Badache, die als Staatssekretärin die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens vertrat.

„Man kann die Stadt nur beglückwünschen, ein solches Projekt wie die Sozial-Holding auf den Weg gebracht zu haben“, so Hoffmann-Badache. Besonders lobend äußerste sie sich über das „Netzwerk pflegend Beschäftigte“. Dieses hilft Unternehmen, die ihre Mitarbeiter dabei unterstützen möchten, den Balanceakt zwischen der eigenen Berufstätigkeit und der Pflege von Angehörigen besser zu meistern. „Das ist Vorbild für viele andere Kommunen“, weiß die Staatssekretärin.

Auch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners konnte nur lobende Worte in Richtung Sozial-Holding richten. „Obwohl man schon mehrfach national und international ausgezeichnet wurde, ruht man sich nicht aus, sondern versucht das Unternehmen ständig weiterzuentwickeln“, so Reiners. Auch würde man die Würde des Menschen nie aus den Augen verlieren. Das Durchschnittsalter in den Altenheimen der Sozial-Holding liegt derzeit bei 85 Jahren, die Verweildauer beträgt rund eineinhalb Jahre.

In der Podiumsdiskussion ging es neben dem Thema der älter werdenden Gesellschaft auch um die Bezahlung in der Altenpflege sowie die Anzahl der Beschäftigen. Auch hier steht die Sozialholding gut da. Die Fachkräftequote liegt in allen sieben Altenheimen deutlich über den gesetzlich geforderten 50 Prozent, auch die Bezahlung liegt über der tariflichen Pflicht. Um hier auch für die Zukunft gerüstet zu sein, bietet das Unternehmen die Möglichkeit noch mit 40 oder 50 Jahren eine Ausbildung zur Altenpflegefachkraft zu beginnen.

(Report Anzeigenblatt)