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Fahrrad parken für 80 Cent

Fahrrad parken für 80 Cent
Mönchengladbach auf dem Weg zur Fahrradstadt: (v.l.) Diakonie-Geschäftsführer Heinz Herbert Paulus, Architekt Dietmar Ledwig, Peter London vom Verkehrsministerium NRW, OB Hans Wilhelm Reiners, Sozialdezernentin Dörte Schall, Baudezernent Dr. Gregor Bonin und Mobilitätsbeauftragter Carsten Knoch weihen mit vielen Gästen die neue Radstation ein. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. In der neuen Radstation können Bahnpendler für kleines Geld ihren Drahtesel sicher verstauen. Träger Diakonie und Besitzerin Stadt haben den Fahrrad-Parktempel jetzt offiziell eingeweiht. Von Ulrike Mooz

Noch schließt Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners sein schwarzes Trekkingrad am Laternenpfahl an. Aber schon eine halbe Stunde später, als die neue Radstation am Platz der Republik eröffnet ist, kann er es für 80 Cent am Tag dort sicher bewachen lassen. „Ein weiterer Baustein für die Verbesserung des Radverkehrs“, sagt er.

Am Vormittag des 7. April wird die neue Radstation mit Dezernenten, Gästen, Politikern und den neuen Angestellten der Radstation eingeweiht. Es gibt Suppe aus dem großen Topf und begeisterte Besichtigungen.

1,15 Millionen Euro hat der neue 250-Quadratmeter-Parktempel für Fahrräder gekostet, 750 000 Euro hat das Land dazu gegeben. 666 Fahrräder finden in der gläsernen Halle hinter dem Hauptbahnhof auf zwei Etagen Platz. Und wenn ein Radler einen Platten hat oder auch einfach nur eine Inspektion machen lassen möchte, dann kann er das in der hauseigenen Werkstatt. Und auch wieder aufgemöbelte Fahrräder aus Spenden kann man hier demnächst ab und an kaufen. „Wir kriegen schon mal Räder geschenkt, die wir wieder herrichten“, sagt Schichtleiter Jürgen Wolf, der schon einige Jahre in der Rheydter Radstation Erfahrungen gesammelt hat. Die werden dann für kleines Geld verkauft.

Der Träger, das Diakonische Werk, bietet in der neuen Radstation für 18 junge Menschen geförderte, berufsnahe Beschäftigungsmöglichkeiten, um schulische und berufliche Ausbildungsfähigkeiten zu fördern. Außerdem gibt es weitere sechs Festangestellte.

Wer sein Fahrrad in der neuen Radstation unterstellen möchte, bezahlt dafür 80 Cent am Tag, im Abo 8 Euro im Monat oder 80 Euro im Jahr – ein Schnäppchen für Bahnpendler. Abo-Inhaber bekommen eine Chipkarte, mit der sie 24 Stunden auf ihr Rad zugreifen können, und einen festen Platz. Einmalparker müssen sich an die Geschäftszeiten, werktags von 6 bis 20 Uhr und am Wochenende von 10 bis 20 Uhr halten.

(Report Anzeigenblatt)