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Gladbacherin möchte dringend ein eingezäuntes Freilauf-Gelände für ihre Hunde pachten
Frau Petrich sucht eine Wiese

Gladbacherin möchte dringend ein eingezäuntes Freilauf-Gelände für ihre Hunde pachten: Frau Petrich sucht eine Wiese
Astrid Petrich (links) möchte für ihre Whippets Irma und Lilli eine Wiese pachten. Nette Hundebesitzer und ihre Vierbeiner wie Freundin Sandra Gayko mit Balu wären da durchaus auch willkommen. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (um). Ein Whippet ist ein Windhund, der auf über 60 Stundenkilometer beschleunigen kann. Astrid Petrich hat zwei von der Sorte und wünscht sich, dass sie es einmal am Tag so richtig krachen lassen können. Das geht nur ohne Leine. Deshalb möchte sie eine Wiese pachten und einzäunen. Von Ulrike Mooz

Irma und Lilli flitzen kreuz und quer über die Wiese an der Hubertusstraße. Die beiden Whippet-Damen brauchen das – einmal am Tag wollen sie es so richtig krachen lassen und heizen, was das Zeug hält. Auf der Hundewiese gegenüber dem Eli dürfen sie das, aber ihre Besitzerin Astrid Petrich ist skeptisch, beobachtet die zwei Sprinterinnen mit Argusaugen, denn die Wiese ist nicht eingezäunt. „Die hören ganz gut, aber es sind eben Jagdhunde“, sagt sie, „wenn denen ein Kaninchen über den Weg hoppelt, kann es schnell mal vorbei sein mit der guten Erziehung“. Freundin Sandra Gayko sieht’s genauso. Ihr Retriever-Mischling Balu wirkt zwar auf den ersten Blick eher gemütlich, aber das täuscht.

„Die wenigsten Hunde gehorchen top“, hat Astrid Petrich beobachtet.

Deshalb möchte sie ganz privat eine Hundewiese pachten. 5 000 bis 6 000 Quadratmeter soll die groß sein und Astrid Petrich möchte einen Zaun drum ziehen, damit die Hundedamen mal ohne Einschränkung richtig spurten dürfen, aber dabei nicht auf verkehrsreiche Straßen geraten oder in unerlaubte Wälder entwischen können.

Bisher muss die Hundebesitzerin immer nach Oedt in den Kreis Viersen fahren. Dort gibt es so einen privaten Freilauf mit Zaun drum. Aber das ist der Gladbacherin von Geistenbeck aus auf die Dauer zu weit.

Astrid Petrich war bei der städtischen Grundstücksverwaltung, wo man sie recht unfreundlich abwimmelte. Die NEW empfing sie dagegen nett und der zuständige Mitarbeiter hatte auch gleich eine Idee. Doch das anvisierte Gelände erwies sich als unbrauchbar, da es im Wasserschutzgebiet liegt. Vergeblich hat die Hundebesitzerin bei benachbarten Landwirten angefragt und auch für die Idee, das Gelände am Tierfriedhof Preyerstraße zu pachten, gab es ein schlichtes „Nö“. „Vielleicht ist die Stadt so abweisend, weil es kein Regelwerk für Anfragen nach Hundewiesen gibt“, vermutet Petrich.

So langsam gehen der Hundebesitzerin die Ideen aus. Ein verwaistes Firmengelände könnte sie sich noch vorstellen. „Ich würde das Gelände notfalls auch roden“, sagt sie. Dass sie mehrere Tausend Euro in die Hand nehmen muss, um einen Wildzaun zu ziehen, ist ihr ohnehin klar.

Das Vorbild in Oedt sei sehr gepflegt, sagt Astrid Petrich. Dass die Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner ordnungsgemäß entsorgten, verstehe sich von selbst. Nette Herrchen und Frauchen, deren Hunde nicht gerade läufig oder bissig seien, wären auf der Wiese durchaus willkommen. „Vielleicht stelle ich einen Spendentopf auf für die Unkosten und Überschüsse gehen dann an den Tierschutz“, überlegt sie.

(Report Anzeigenblatt)