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Freie Fahrt für freie Radler

Freie Fahrt für freie Radler
Mit einem Schnipp eröffneten Dr. Gregor Bonin (l.) und Thomas M. Claßen die „Blaue Route“. Auf dem Grünstreifen zwischen den Bäumen der Richard-Wagner-Straße und Brucknerallee darf jetzt nicht mehr Rad gefahren werden. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (um). Wie ein blaues Band der Sympathie für Radfahrer zieht sich die „Blaue Route“ – Mönchengladbachs erste Fahrradstraße – jetzt vom Berliner Platz Mönchengladbach durch das Hochschulvierteln bis zum Markt in Rheydt. Von Ulrike Mooz

Zwei kurze Schnitte und Dezernent Dr. Gregor Bonin und Thomas M. Claßen vom ADFC haben die blaue Schleife durchtrennt und damit Mönchengladbachs erste Fahrradstraße offiziell eröffnet. Wer vom Berliner Platz über die Viktoriastraße zur August-Oster-Straße, Buscherstraße, Richard-Wagner-Straße, sowie Brucknerallee zum Rheydter Markt radelt, fährt ab sofort auf der „Blauen Route“, auf der Fahrräder Vorrang haben. „Die Autofahrer werden lernen müssen, sich anzupassen“, so Bonin.

Auf einer Fahrradstraße darf der Radverkehr weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig müssen Autos ihre Geschwindigkeit von den zulässigen 30 Stundenkilometern noch weiter verringern und Radler dürfen auch nebeneinander fahren.

Anwohner, Beschäftigte und Besucher dürfen per Auto die Straße mit Tempo 30 mitbenutzen und auch weiter an gewohnter Stelle parken. In den nächsten Tagen sollen alle Anlieger einen Flyer bekommen, in dem sie lesen können, wie das Miteinander auf der Fahrradstraße ablaufen soll.

Die Initiative für die „Blaue Route“ ist 2014 vom Masterplanverein ausgegangen. Unterstützung gab es vom ADFC. „Ich habe große Hoffnung, dass es weitere Fahrradstraße geben wird und dass die schneller umgesetzt werden“, so Bonin.

Rund 20 Radler aus Politik, Vereinen und Verwaltung waren mit dem Rad gekommen, um die „Blaue Route“ radelnderweise und mit lautem Klingeln einzuweihen.

(Report Anzeigenblatt)