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Gelebter Sport in der Stadt

Gelebter Sport in der Stadt
NRW-Sportministerin Christiana Kampmann (2.v.l.) und Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners zeichneten die Gesamtschule Hardt (Schulleiterin Susanne Kölling l.) und das Gymnasium Rheindahlen (Schulleiter Rainer Kühne r.) als NRW-Sportschule aus. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (pmg/we). NRW-Sportministerin Christiana Kampmann hat die Schilder mit dem Titel NRW-Sportschule an das Gymnasiums Rheindahlen und die Gesamtschule Hardt übergeben. Von der Redaktion

Die NRW-Sportschule ist in Mönchengladbach ganz offiziell eröffnet. Im Rahmen eines Festaktes hat die Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen Christiana Kampmann die beiden Schilder an die Schulleiter der jeweiligen Schulen übergeben. Das Gymnasium Rheindahlen und die Gesamtschule Hardt bieten ideale Voraussetzungen um die Förderung von Sport und Bildung bei talentierten Schülern zu kombinieren.

Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners hob bei seiner Ansprache hervor, wie wichtig die Förderung beider Elemente sei: „Eine gute Schulbildung ist für jeden Sportler wichtig. Denn gerade im Sport kann man nicht über mehrere Jahrzehnte an der Spitze sein. Den Lebensunterhalt muss man sich in der Regel durch einen weiteren Beruf verdienen. Das setzt eine gute Ausbildung voraus.“ Auch die NRW Sportministerin hob die Bedeutung dieser Kombination hervor und lobte Mönchengladbach für die Offenheit, die Kooperationsfähigkeit und die Kreativität in Sachen Sport, die die Stadt als Sportstadt auszeichnet: „Nur der gemeinsame Wille der Schulen, Lehrern, Vereinen, Trainern, Eltern und vor allem auch der Schüler kann etwas für den Leistungssport bewegen.“

Insgesamt gibt es 16 Sportschulen in NRW. Im nächsten Jahr sollen noch zwei weitere hinzukommen. Voraussetzung für die Aufnahme in eine NRW-Sportschule ist unter anderem das Bestehen eines sportmotorischen Eignungstests.

Von Klasse 5 bis Klasse 7 findet eine sportübergreifende Grundlagenausbildung statt. Die Anzahl der Sportstunden wird dabei auf fünf Stunden pro Woche erhöht. Darüber hinaus erhalten die Sportschülerinnen und Sportschüler ein zusätzliches Sport-AG-Angebot durch die Partnervereine. In Klasse 8 und 9 erhalten die Sportschülerinnen und Sportschüler eine sportspezifische Ausbildung in einer der Profilsportarten. Dazu gehören Fußball, Hockey, Judo und Schwimmen. In der Oberstufe kann Sportunterricht durch reines Training der Kaderathleten ersetzt werden. Sowohl die Schulleiter Susanne Kölling für die Gesamtschule Hardt und Rainer Kühn für das Gymnasium Rheindahlen sowie Vertreter der verschiedenen Vereine der Profilsportarten äußerten ihre Begeisterung darüber, diese Möglichkeiten in Mönchengladbach zu haben. Ansonsten seien Training und Schule oft nur schwierig optimal miteinander vereinbar, haben doch schon alleine junge Schwimmtalente achtmal Training in der Woche und davon dreimal in der Frühe.

Seit Beginn des Schuljahres 2015/ 2016 gibt es bereits die ersten Eingangsklassen an den beiden Schulen. Ein weiterer wichtiger Baustein im Verbundsystem Schule und Leistungssport und damit beim Projekt NRW-Sportschule ist das im Jahr 2007 gegründete Sport-Teilinternat, welches im SparkassenPark untergebracht ist. Getragen durch den „Verein zur Förderung des Nachwuchssports in Mönchengladbach“, bietet das Sport-Teilinternat talentierten Nachwuchssportlern mit Kaderstatus an vier Tagen in der Woche Stütz- und Förderunterricht, Hausaufgabenbetreuung sowie Klausurvor- und -nachbereitung an.

(Report Anzeigenblatt)