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Anschnallen, es ist Verkehrssicherheitstag!

Anschnallen, es ist Verkehrssicherheitstag!
Handpuppe Benno zeigt auf dem Gurtschlitten eindrucksvoll, was passiert wenn man nicht angeschnallt ist.
Der Kindergarten Maria Königin Giesenkirchen veranstaltete in Kooperation mit der Polizei einen Verkehrssicherheitstag für interessierte Eltern und Kinder. Verschiedene Stationen schulten Wahrnehmung, Gleichgewicht und Sinne, anschauliche Demonstrationen sorgten für Aha-Erlebnisse bei Groß und Klein. Von Sylvia Bradtmöller

Kindergartenleiterin Dorina Reci freute sich, dass der Einladung auf das Gelände am Fliederweg auch viele Eltern und Kinder aus den Einrichtungen St. Josef-Schelsen, St. Paul und dem Familienzentrum St. Mariä Himmelfahrt gefolgt waren. Die erfahrenen Verkehrserzieher Erwin Hanschmann, Britta Dückers und Dieter Kreutzer von der Direktion Verkehr der Mönchengladbacher Polizei hatten eine abwechslungsreiche Palette an Stationen und Informationen im Gepäck.

Eine Balancierbahn und ein Barfußparcours schulten Gleichgewicht, Wahrnehmung und Tastsinn. Für eine aufschlussreiche Erfahrung sorgte eine spezielle Brille für Erwachsene, die das eingeschränkte Sichtfeld eines Achtjährigen simulierte. Geschick und Wendigkeit konnten Jung und Alt auf dem Rollerparcours testen.

Um die Funktion des Sicherheitsgurts zu demonstrieren, setzte Polizeioberkommissar Erwin Hanschmann die lebensgroße Handpuppe Benno im Kindersitz auf einen Gurtschlitten. Bevor er den Schlitten auslöste, wurden die Kinder gefragt, ob etwas fehlt – „Anschnallen!“ schallte es dem Verkehrssicherheitsberater sofort lautstark entgegen. Benno fuhr Schlitten und kam wohlbehalten unten an. Mit Schrecken sahen nicht nur die kleinen Zuschauer bei der anschließenden Fahrt ohne Gurt, wie Benno samt Kindersitz im hohen Bogen davonflog. Das brachte, völlig beabsichtigt, besonders die Erwachsenen zum Nachdenken. Sehr eindrucksvoll demonstrierte anschließend ein Mini-Fahrradhelm, dass mit ihm ein rohes Ei einen Sturz völlig unversehrt überstehen kann.

Gutes Hören und Sehen schützt, besonders im Straßenverkehr: Während bei Hörakustik Hamacher im stillen Raum das Hörvermögen der kleinen Verkehrsteilnehmer geprüft wurde, mussten bei Optikermeister Bernd Köhler immer kleiner werdenden Tiersymbole auf einer Tafel erkannt werden. Mit Taschenlampe bewaffnet ging es im Dunkelraum zur Nilpferdjagd, die beim Anstrahlen leuchtenden „Trophäen“ machten deutlich, wie wirkungsvoll reflektierende Materialien und Kleidung sind. Der Tag bot eine Fülle von Eindrücken und die Erkenntnis, dass Eltern als gutes Vorbild viel für die Sicherheit tun können.

(StadtSpiegel)