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Ein richtig starkes Team

Ein richtig starkes Team
Ein starkes Team bilden die engagierten Trainer des SV Schelsen, gemeinsam mit den verantwortlichen Lehrern der Kooperationsschulen, v. l.:Till Paulke, Hermann-Josef Pesch, Marianne Frohn (GGS Giesenkirchen) und Helmut Paulke. FOTO: Sylvia Bradtmöller
Schelsen. Der SV Schelsen ist in diesem Jahr weiter aktiv in Sachen Fußball-Nachwuchsförderung. Die laufenden Kooperationen mit drei Grundschulen erfreuen sich sehr gutem Zuspruch, ein weiterer Ausbau ist erwünscht. Von Sylvia Bradtmöller


Die Dritt- und Viertklässler der Grundschule Giesenkirchen in der kleinen Turnhalle am Asternweg laufen konzentriert durch die Turnhalle, den Ball immer fest im Blick, Anmerkungen der Trainer werden akzeptiert und schnell umgesetzt. "Die Kinder machen begeistert mit und freuen sich auf das Training, spielen darüber hinaus auch in den Pausen zusammen", erzählt Lehrerin Marianne Frohn und betont die positiven Auswirkungen auf Disziplin und Sozialverhalten der Kinder.
Als "Sportbeauftrage" an der GGS Giesenkirchen betreut sie die Fußball-AG und begleitet darüber hinaus alle aktiven Grundschüler bei Turnieren und Wettkämpfen in anderen Sportarten. Nach den guten Erfahrungen mit der Grundschule Meerkamp konnte der SV Schelsen vor zwei Jahren neben der Grundschule an der Pahlkestraße auch Giesenkirchen als Partner dazu gewinnen.
Trainer Hermann-Josef Pesch (66) erinnert sich: "Beim Vitus-Cup der Grundschulen habe ich Frau Hannen angesprochen, und sie war direkt von der Idee begeistert". Ursula Hannen, Schulleiterin der derzeit gerade verschmolzenen Giesenkirchener Grundschulen freute sich, so das Nachmittagsangebot der GGS erweitern zu können. "Wir haben diesmal mit 15 Kindern im August begonnen, aber durch Mundpropaganda sind wir nun 45, mehr geht wirklich nicht", sagt Pesch und lacht. Deshalb wird in diesem Schuljahr für jüngere und ältere Kinder je eine eigene AG angeboten. Pesch hat genau wie seine Trainerkollegen Helmut Paulke (65) an der Pahlkestraße und Sohn Till Paulke (19) in Meerkamp die Erfahrung gemacht, dass man als männlicher "Tonangeber" eine willkommene Abwechslung für die Grundschulkinder ist und durchaus auch einmal als Vater-Ersatz zum Einsatz kommt.
 Erfreulicherweise finden auch immer mehr Mädchen zum Fußball, die im Laufe des Trainings einiges an Selbstbewusstsein aufbauen. "Wir hätten natürlich gerne mehr Hallenzeiten und vor allem mehr Platz, damit wir der Nachfrage gerecht werden können. Wir möchten gerne auch noch eine weitere Schule dazu gewinnen", ist der gemeinsame Wunsch aller drei Trainer. Nach Ostern startet eigentlich das Außentraining, doch derzeit ist die Platzfrage noch offen, in Schelsen ist der Platz nicht vernünftig bespielbar. Am Asternweg wäre eine Möglichkeit, aber dort müssen die schweren Tore auf- und weggestellt werden. "Diese schwere Arbeit können wir mit den Kindern nicht leisten. Leider bleibt es weiterhin beim Spiel in der kleinen Halle, wenn wir da keine tatkräftige Hilfe finden."