| 10.22 Uhr

Von Herzbube zu Jungkönig

Von Herzbube zu Jungkönig
Jungkönig Patrick Goertz und seine Ehefrau Marina repräsentieren in diesem Jahr die junge Generation bei den Giesenkirchener Schützen. FOTO: Sylvia Bradtmöller
Obwohl er das Amt des Jungkönigs inne hat, schaut Patrick Goertz in Sachen Schützenwesen bereits auf viele Jahre Erfahrung zurück. Gemeinsam mit Ehefrau Marina repräsentiert er in diesem Jahr die Junge Generation der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Giesenkirchen. Von Sylvia Bradtmöller

Patrick Goertz fand durch seinen Vater Hans vor 18 Jahren zum Schützenwesen und ist Mitglied im Schützenzug Lostige Jonges. „Mit hat das Gemeinschaftsgefühl gefallen, man findet neue Bekannte und schließt Freundschaften“, schildert er seine Erfahrungen, „es macht einfach Freude, dabei zu sein. Sicher gibt es viel Spaß, aber Kameradschaft bedeutet auch, dass man jemanden zum Reden hat, wenn es einmal nicht so gut läuft.“

Seine Lostige Jonges haben derzeit 18 Mitglieder, Patrick ist mit 27 Jahren der Jüngste, Vater Hans hingegen mit 69 Jahren das älteste Mitglied im Zug. Der Jungkönig, der schon einmal als Schülerprinz und Minister zu den Majestäten gehörte, hofft, dass sich wieder mehr junge Leute fürs Schützenwesen begeistern können, um das Kulturerbe zu pflegen und altes Brauchtum auch für die Zukunft zu erhalten.

Der Grundstein für seine Schützenlaufbahn wurde gelegt, als Patrick mit acht Jahren und zwei Freunden in den Kinderzug „Herzbuben“ eintrat. Mangels genügend Nachwuchs gibt es die Herzbuben leider nicht mehr. Die drei Kameraden hingegen sind als junge Erwachsene mit Begeisterung bei den Lostige Jonges und der Bruderschaft weiterhin aktiv.

Als sich beim Schützenbiwak der Bruderschaft im letzten Jahr bis zuletzt kein Anwärter auf die Jungkönigswürde fand, fasste sich der gelernte Maler und Lackierer ein Herz und trat erfolgreich zum Vogelschuss an. Die Krönungsvesper mit Übergabe der Jungkönigskette am 27. September 2015 in St. Gereon war gleichzeitig der erste Hochzeitstag des Jungkönigspaares und damit in doppelter Hinsicht ein ganz besonderes Ereignis.

Für Marina Goertz geht als Jungkönigin ein kleiner Traum in Erfüllung. „Ich wollte als junges Mädchen tatsächlich gerne einmal Prinzessin sein. Besonders die wunderschönen Kleider haben mir so gut gefallen.“ Ihr Festkleid für die Parade bleibt aber bis zum Schluss ein Geheimnis und wird erst beim großen Schützenumzug zum ersten Mal öffentlich zu sehen sein. Besonders wichtig ist Patrick Goertz abschließend, seinem Schützenzug und vor allem den beiden Ministerpaaren für ihre uneingeschränkte Unterstützung herzlich Danke zu sagen.

(StadtSpiegel)