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Antrag im Hauptausschuss: Stadt will faires und nachhaltiges Engagement in der Kommune
Gladbach wird Fairtrade-Town

Antrag im Hauptausschuss: Stadt will faires und nachhaltiges Engagement in der Kommune: Gladbach wird Fairtrade-Town
Die Stadt verpflichtet sich, auch Fairtrade-Kaffee auf Sitzungen und im Büro des Oberbürgermeisters anzubieten. FOTO: Stadt Mönchengladbach
Mönchengladbach. Stadt strebt Titel „Fairtrade-Town“ an: Die Teilnahme an der internationalen Kampagne ist Thema im Hauptausschuss am 12. November. Von der Redaktion

Die Stadt Mönchengladbach strebt den Titel „Fairtrade-Town“ an und will sich an der gleichnamigen internationalen Kampagne beteiligen. Einen entsprechenden Antrag bringt die Verwaltung in den nächsten Hauptausschuss am Mittwoch, 12. November, zur Beratung ein. Eine Entscheidung trifft der Rat in seiner Sitzung am 20. November.

Die weltweite Kampagne Fairtrade-Towns startete im Jahr 2000 in Großbritannien. Seit Januar 2009 können sich Kommunen in Deutschland für ihr Engagement im fairen Handel um den Titel Fairtrade-Town bewerben. In Deutschland gibt es bereits 279 Fairtrade-Towns, weltweit mehr als 1.500 in 24 Ländern, außerdem Fairtrade-Schulen und -Universitäten. Die Kampagne bietet einen Startschuss für ein faires, nachhaltiges Engagement in einer Kommune. Die Idee der Teilnahme wurde aus der Bürgerschaft an den Oberbürgermeister herangetragen.

Ziel der Kampagne ist es, dass sich unterschiedliche Akteure in der Kommune gemeinsam für den fairen Handel einsetzen. Die Verwaltung verpflichtet sich bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Büro des Oberbürgermeisters neben dem seit Jahren verwendeten Fairtrade-Kaffee ein weiteres Produkt aus fairem Handel zu verwenden (z. B. Zucker, Kakao, Tee). Die Umstellung auf Fairtrade-Kaffee ist bereits vor Jahren erfolgt.

„Eine Stadt des fairen Handels zeigt soziale Verantwortung und übernimmt eine Vorbildfunktion für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen. Für die Stadt Mönchengladbach bedeutet die Kampagne auch die Chance, sich als innovative, weltoffene, zukunftsfähige Stadt zu zeigen und ein positives Image zu transportieren“, so Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners.

Ein Ziel dieser Kampagne ist ausdrücklich die Vernetzung von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und öffentlichem Sektor. Die Förderung von Bürgerengagement ist eine Aufgabe, die bereits im Büro des Oberbürgermeisters angesiedelt ist. Mönchengladbach wurde 2011 vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport in Nordrhein-Westfalen als Pilotkommune im Projekt „Zukunftsfaktor Bürgerengagement“ ausgewählt. Die Stadt Mönchengladbach fühlt sich dem Eine-Welt-Gedanken auch besonders verpflichtet durch eine seit 2004 bestehende Entwicklungspartnerschaft mit dem Distrikt Offinso in Ghana.

Um den Titel Fairtrade-Town zu erlangen, müssen fünf Kriterien erfüllt werden:

Ein Ratsbeschluss als Grundlage für die weiteren Schritte.

Bildung einer lokalen Steuerungsgruppe zur Koordinierung der Aktivitäten vor Ort Einbindung lokaler Einzelhandelsgeschäfte sowie Cafés und Restaurants, wobei sich die Anzahl nach der Einwohnerzahl richtet.

Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen verwenden Fairtrade-Produkte und bieten Bildungsaktivitäten zum Thema an Die örtlichen Medien berichten über Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt.

Nach Prüfung durch den Verein TransFair wird der Titel für zunächst zwei Jahre vergeben.

(Report Anzeigenblatt)
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