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Gladsee: „Den Mut zur großen Geste“

Gladsee: „Den Mut zur großen Geste“
Diskutierten die Pläne zur City Ost (von links): Stadtbaurat Ludger Theunissen, Frank Boss, Vorsitzender des CDU-Stadtbezirksverbands Ost, Fritz Otten vom Verein „Masterplan MG3.0, Arbeitskreis-Leiterin Annette Bonin, Dieter Breymann (Vorsitzender CDU Volksgarten) und Baudezernent Dr. Gregor Bonin. FOTO: Hans-Peter Reichartz
Mönchengladbach. Das Beste aus drei Visionen vereinen, das ist die große Herausforderung, vor der Verwaltung und Politik bei der weiteren Planung für die City Ost stehen. Klar scheint: Wasser wird eine große Rolle spielen. Von Jan Finken

Vor den Mitgliedern der CDU Mönchengladbach Ost und des Arbeitskreises Stadtentwicklung der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) stellten jetzt Baudezernent Dr. Gegor Bonin, Stadtbaurat Ludger Theunissen und Fritz Otten, Vorsitzender des Vereins Masterplan MG3.0 die Vorschläge dreier Planungsbüros vor, die sich Gedanken über die künftige Nutzung des 40 Hektar großen Areals City Ost gemacht haben. Den mutigsten Entwurf hatte das Berliner Büro Machleidt vorgelegt: Mittelpunkt ist hier eine große Wasserfläche, inzwischen schon „Gladsee“ getauft. „Der See ist das Bekenntnis, bei der Planung größer zu denken. Damit würden wir uns von anderen Städten unterscheiden“, macht Dezernent Bonin keinen Hehl daraus, dass er ein Fan dieser Vision ist. Doch auch die Vorschläge der beiden anderen Büros ASTOC und KCAP, die unter anderem große Grünflächen beziehungsweise einen Radschnellweg vorsehen, haben ihre Reize. Unterschiedlich gibt es bei der Abfolge, wann wo gebaut werden soll. Bonin unterstrich aber, dass schnell Ergebnisse sichtbar sein müssten: „Es wäre der falsche Ansatz, wenn man erst 2030 sehen würde, was in der City Ost entstehen soll. Das muss schon in drei bis vier Jahren geschehen, auch um potenzielle Investoren anzulocken.“ Auch Dieter Breymann, Vorsitzender der CDU Volksgarten, mahnte eine schnelle Vorgehensweise an: „Die City Ost ist das Herzstück unseres Ortsverbands. Derzeit herrscht dort aber noch eine Mischung aus schaurig und traurig.“ Annette Bonin, Leiterin des KPV-Arbeitskreises Stadtentwicklung, sieht ebenfalls mit dem See als prägendem Element eine große Chance: „Wir wollen den Mut haben, eine große Geste zu machen; ein Rückschritt in dieser Beziehung wäre schade.“ In der Sitzung des Bau-Ausschusses am 16. Februar sollen die nächsten Weichen für die City Ost gestellt werden.

(Report Anzeigenblatt)
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