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Glasfaser – Gladbachs Zukunft

Glasfaser – Gladbachs Zukunft
Beim Spatenstich am Nobel Business Center: (v. l.) Rafael Lendzion und Jan Herting (WFMG), Adri Kempers (Projektleiter BAM-W& F Breitbandausbau), Dr. Ulrich Schückhaus (Geschäftsführer WFMG), sowie Marco Westenberg, Andreas Hermanns und Thomas Plümacher (Deutsche Glasfaser). FOTO: Heinz-Gerd Wöstemeyer
Mönchengladbach. Mönchengladbach soll nicht mehr nur die Hockey Hauptstadt sondern auch noch „Giga Bit City“ sein. Die Deutsche Glasfaser steckt viel Geld in den Breitbandausbau der Stadt und so könnte man schon bald erstmals in den umliegenden Dörfern besseres Internet haben, als in der Innenstadt. Von Gina Dollen

„Wir suchen schon seit langen eine optimale Anbindung ans Internet, denn davon leben wir“, erzählt Hans-Dieter Winkels vom Nobel Business Center. Besonders kleine Unternehmen, wie die, die ihre Büros im Nobel Business Center haben, sind auf schnelles Internet angewiesen. Dank der Glasfasertechnik ist das jetzt für Mönchengladbach in greifbarer Nähe

Das Besondere an der Glasfasertechnik, neben der hohen Geschwindigkeit: Die Anschlüsse werden individuell bis zu jedem Nutzer nach Hause gelegt. Die alten Kupferleitungen hingegen mussten sich Nutzer oft teilen und so wurde das Internet zur meist genutzten Zeit, abends nach der Arbeit, immer langsamer. Für Glasfasernutzer ist das Vergangenheit. „Ich hab schnelleres Internet als du“ – diesen Satz wird es unter Glasfasernutzern ebenfalls nicht mehr geben, denn alle Anschlüsse sind symmetrisch angelegt, was bedeutet, jeder bekommt die gleiche Leistung und Geschwindigkeit. „Der Datendurst der Menschen steigt überproportional an und deswegen brauchen wir das schnelle Internet“, sagt Rafael Lendzion, Projektleiter der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach.

Da die Deutsche Glasfaser ohne Förderung arbeitet, sind sie auf private Investoren angewiesen. Bisher sind dabei insgesamt 1,5 Milliarden Euro Investitionssumme zusammengekommen. „Das klingt im ersten Moment viel, aber das braucht man auch. Alleine die erste Phase kostet fast 13 Millionen Euro“, sagt Marco Westenberg von der deutschen Glasfaser. Die erste Phase hat am 30. August begonnen und beinhaltet fünf Gewerbegebiete, sowie 13 Randbezirke. Dabei sollen knapp 25 000 Anschlüsse verlegt werden.

Zu Beginn werden vor allem die Randgebiete Mönchengladbachs mit einer schnelleren Glasfaserleitung versorgt, da das Internet besonders dort teilweise katastrophal schlecht, beziehungsweise gar nicht vorhanden ist. Mit der Zeit wird sich also eine Art „Glasfaserkreis“ um Mönchengladbach bilden. Im nächsten Schritt soll dann auch die Innenstadt mit dem schnellen Internet versorgt werden, so dass Gladbach die erste „Giga Bit City“ wird.

(Report Anzeigenblatt)