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Hier geht es ganz „fair“ zu

Hier geht es ganz „fair“ zu
Unter anderem Bürgermeister Michael Schroeren (2.v.r.) ließ sich vor Ort zeigen, was die frischgebackene Fairtrade School, das Berufskolleg Volksgarten, im vergangenen Jahr alles erarbeitet hat.
Mönchengladbach (ysl). Das Berufskolleg Volksgartenstraße für Wirtschaft und Verwaltung kann sich nun zum Reigen der FairTrade Schulen zählen. Im Rahmen einer Feierstunde erhielt es das offizielle Zertifikat durch den Verein TransFair und Bürgermeister Michael Schroeren. Von Yvonne Simeonidis

Um eine „Fairtrade School“ zu werden, gilt es fünf Kriterien zu erfüllen, die in einem Blog dokumentiert werden müssen. Im ersten Schritt muss ein Fairtrade-Schulteam gegründet werden – bestehend aus Lehrern, Schülern und Eltern. Im weiteren Verlauf muss ein Fairtrade-Kompass erarbeitet werden, an der Schule müssen fair gehandelte Produkte verkauft und verzehrt werden, im Unterricht muss das Thema behandelt werden und abschließend muss mindestens einmal jährlich eine Schulaktion zum Thema Fairtrade stattfinden.

All dies hat das Berufskolleg Volksgartenstraße in weniger als einem Jahr erreicht und hat sogar noch wesentlich mehr geschafft, als verlangt. So bastelten die Schüler einen Fairtrade-Adventskalender, veranstalteten einen fairen Weihnachtsmarkt, haben in der Citykirche fair gekocht und entwickeln aktuell das „Fairtrade-Gardening“ in Kooperation mit der Fontys Hochschule aus Venlo.

Bei der Zertifikatsübergabe war auch Bürgermeister Michael Schroeren anwesend, der betonte, wie wichtig es sei bei den Menschen ein Umdenken zu erwirken: „Es sind zwar nur Kleinigkeiten, die wir tun können, aber wenn es bewirkt, die Menschen auf die unmenschlichen Verhältnisse aufmerksam zu machen, unter denen viele Produkte hergestellt werden und sie dazu bewegt, diese Produkte zu meiden, sind wir schon einen großen Schritt weiter.“

Auch die Stadt selbst geht da mit gutem Beispiel voran und hat sich bereits im vergangenen Jahr als „Fairtrade Town“ deklariert. Neben Vertretern von Schule und Stadt waren auch der Mönchengladbacher Eine-Welt-Laden und das Unternehmen „Gardeur“ vertreten.

Diverse Auszubildende des Unternehmens sind Schüler am Berufskolleg und die Schule war auf das Unternehmen zugekommen, da „Gardeur“ selbst FairTrade-Produkte herstellt. „Das Interesse unserer Kunden an ’fairen’ Produkten ist über die Jahre immer größer geworden und dem haben wir mit unserem Portfolio Rechnung getragen“, erklärt Martine Elsholz, Referentin Unternehmenskommunikation bei „Gardeur“, „wir beweisen, dass sich FairTrade nicht nur auf Lebensmittel beschränkt.“

(Report Anzeigenblatt)