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Hilfe für den kranken Teddy

Hilfe für den kranken Teddy
Lotta hat ihr Schweinchen namens Teddy beim „Teddy ist krank“-Kurs im Eli gut verarztet und wieder fit gemacht. FOTO: Andreas Baum
Rheydt. Bei „Teddy ist krank“ lernen Kinder spielerisch, wie sie ihr krankes Kuscheltier oder ihre kranke Puppe verarzten können und weitere spannende Dinge rund um die Erste Hilfe. Von Simone Krakau

Teddy ist vom Baum gefallen, Puppe Marlies das Bett heruntergestürzt und Aubergine Zoey hat es ihrer Verarztung nach zu urteilen besonders hart getroffen. Kinder brachten im Alter von vier bis sechs9 Jahren ihre verletzten Kuscheltiere und Puppen in die Elternschule des Elisabeth Krankenhauses Rheydt. Dort fand zum ersten Mal der Kurs „Teddy ist krank“ statt – Lehrrettungsassistentin und Kinderkrankenschwester Franca Rittmann zeigt den Kids hier, wie sie ihr krankes Kuscheltier oder ihre kranke Puppe verarzten können. Spielerisch lernen sie einen Verband anzulegen und ein Pflaster richtig zu kleben. Die vierjährige Lotta hat ihr Schweinchen „Teddy“ mitgebracht und es nach dem Sturz vom Baum schon richtig gut versorgt. „Der Verband muss um den Bauch und das Bein – da tut es ihm weh“, so Lotta.

Neben dem Verarzten erklärt die Kinderkrankenschwester den Nachwuchssanitätern auch, wie sie im Notfall den Krankenwagen rufen. Auf Spielhandys wählen sie die 112; Rittmann gibt die Leitstelle und fragt sie nach dem Anliegen und der Adresse. „Bei den Vorschulkindern klappt es schon sehr gut“, betont sie.

Weiter geht es mit der Ersten Hilfe. Anhand von einer lebensgroßen Puppe zeigt sie den Kindern, wie sie im Ernstfall handeln sollten. Alle fünf Teilnehmerinnen probieren sich an der Herzdruckmassage aus – und alle sind sie erfolgreich. „Das macht ihr ganz super“, freut sich Rittmann. Sie weiß, wie wichtig das Thema Erste Hilfe ist und rät Eltern, ihre Kinder so früh wie möglich damit zu konfrontieren. „Wenn ein Kind weiß, wie es zu handeln hat, kann das im entscheidenden Moment lebensrettend sein.“

Bevor es an das Anfertigen der Teilnehmerurkunden geht, dürfen die kleinen Sanitäter sich eine Auszeit gönnen und noch ein bisschen untersuchen und verarzten. Die vierjährige Sophie schaut sich die Ohren ihrer Puppe Marlies gründlich an und Lotta möchte Teddy vorsichtshalber noch eine Spritze geben. „Im Po tut es ihm am wenigsten weh“, weiß sie. Mit einer selbst gebastelten Urkunde und gesunden Kuscheltieren und Puppen werden die Kids nach anderthalb Stunden entlassen. Rittmann ist mit ihren Teilnehmerinnen zufrieden und weiß: „Wenn auch nur ein Kind es genau so umsetzt, wie wir es heute gelernt haben, ist das schon super.“

(Report Anzeigenblatt)