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Hilfe für Erdbebenopfer in Nepal

Hilfe für Erdbebenopfer in Nepal
Große Verwüstung hinterließ das Erdbeben am vergangenen Wochenende in Nepal. Jetzt wird Hilfe benötigt. FOTO: Govinda Entwicklungshilfe e.V
Im Himalayastaat Nepal ereignete sich am vergangenen Wochenende das schwerste Erdbeben seit über 80 Jahren. Das Erdbeben hatte eine Stärke von 7,9 und zerstörte weite Teile des Katmandu-Tals sowie Landstriche in Richtung Westnepal. Von der Redaktion

Am Mount Everest wurde eine Lawine ausgelöst die mehrere Bergsteiger das Leben kostete. 90 Sekunden lang dauerten die Erdstöße an und versetzten die Menschen in Angst und Schrecken. Die Nachbeben fanden den ganzen Tag über statt, so dass die gesamte Bevölkerung auf Straßen und in Parks floh.

Bislang wurden mehr als 5 500 Tote geborgen. Da das Epizentrum 81 km entfernt von Kathmandu lag, werden die Zahlen stündlich nach oben korrigiert. Mit großen Gesundheits- und Versorgungsproblemen kämpft die Bevölkerung in einem der ärmsten Länder der Welt. Der Ausnahmezustand wurde von der nepalesischen Regierung verhängt. Tausende Häuser sowie jahrtausendalte Kulturdenkmäler in Kathmandu liegen in Trümmern und Straßen sind unpassierbar.

Die Govinda Entwicklungshilfe e.V. mit Vereinssitz in Aalen arbeitet seit über 17 Jahren in diesem armen Land und unterstützt inzwischen mehr als 8 000 Menschen. In diesen Jahren wurden ein Waisenhaus, mehrere Schulen, Ausbildungsprogramme, Reintegrationsprojekte für die Jugendlichen sowie Dorfprojekte in Westnepal umgesetzt.

Sofort nach dem Erdbebenversuchte der Entwicklungshilfeverein die Mitarbeiter, Kollegen und Volontäre zu erreichen. Die Schwierigkeit war, dass die Stromversorgung, Telefonversorgung und auch die Wasserversorgung größtenteils lahm gelegt ist.

Das wichtigste war erstmal sicherzustellen, dass alle Waisenkindern sowie die 70 nepalesischen Mitarbeiter und Volontäre des Vereins wohl auf sind.

„Das Waisenhaus und die Schule wurden 1998 bzw. 2002 erdbebensicher gebaut und jährliche Erdbebentrainings organisiert“, berichtet das Vorstandsteam. Die Gebäude stehen noch, jedoch nach ersten Begutachtungen weisen die Gebäude zum Teil Risse auf. Dies wird nun schnellst möglich geprüft um sicherstellen zu können, dass die Kinder sowie die Angestellten, die momentan im Freien unter Planen schlafen, in ihr Zuhause zurück können. Die Schule wird bis auf weiteres geschlossen bleiben, um auch hier die Sicherheit des Gebäudes zu überprüfen. Viele der Schüler könnten ohnehin nicht zum Unterricht erscheinen, da die Straßen nicht befahrbar sind. Aus der Hauptstadt Kathmandu können die Projekte ebenfalls nicht angefahren werden.

Ein Nothilfeteam ist im Aufbau um die Versorgung der Projekte und umfassende Hilfsmaßnahmen für die Bevölkerung sicherzustellen. Bereits am Montag flog ein Vorstandsmitglied nach Nepal, um die Lage zu bewerten, damit den Opfern schnell geholfen werden kann.

Das ganze Ausmaß der Zerstörung ist immer noch nicht abzusehen. Ein wichtiger Punkt wird sein, die Wasserversorgung aufrecht zu erhalten, damit keine Seuchen entstehen können. Die Bauweise der meisten Häuser bzw. Hütten ist kein Vergleich zu denen in Europa. Deshalb wird Hilfe benötigt werden, damit die vielen Menschen wieder ein Dach über dem Kopf haben können.

„Berührend ist, dass sich viele Menschen, Unterstützer und Freunde des Vereins telefonisch im Govinda Büro oder auch über unsere Homepage mit uns in Verbindung gesetzt haben, um sich um das Wohl der Kindern und Mitarbeiter zu erkundigen“, berichten die Vorstandsmitglieder.

(Report Anzeigenblatt)
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