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Hitzestau ist nicht cool

Hitzestau ist nicht cool
Nein, so wird’s nicht kühler: Friedhelm Glier (links), Energieberater bei der Verbraucherberatung, wird unterstützt vom städtischen Klimaschutzmanager Antti Olbrisch. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Was ein Hitzestau ist, werden die meisten wohl diese Woche in ihrer Wohnung, im Büro oder Auto erlebt haben. Wie man ihn zu Hause mindern kann, darüber klärt die Verbraucherberatung jetzt auf und bietet vom Land geförderte vor-Ort-Beratungen an. Von Ulrike Mooz

Beim Pressegespräch in der Verbraucherberatung war es am Mittwoch, dem bislang heißesten Tag des Jahres, schön kühl. Das Ladenlokal in der Bahnhofstraße ist im Erdgeschoss, und die Sonne brennt wohl auch eher selten auf die Scheiben. Dass die Hitze so schlimm sein kann, dass sie einem den Schlaf raubt, davon konnte in dieser Woche so mancher ein Liedchen singen, der in einer Dachwohnung oder in einem schlecht gedämmten Haus wohnt. „Das A und O sind die Gebäude. Massive Häuser sind wesentlich besser gegen Hitze geschützt“, sagt Friedhelm Glier, Energieberater der Verbraucherberatung.

Aber auch für die, die nicht „massiv“ wohnen, gibt es ein paar Tricks: Verdunkelung ist einer davon und Verschattungen, die die Hitze in Form von Sonnenrollos, reflektierender Folie, Dachüberständen oder Rollläden von außen gar nicht erst ans Fenster lassen, ein andere, denn Fenster hätten den schlechtesten Dämmwert, so Energieberater Glier.

Haben sich die Wände einmal aufgeheizt, geht nur noch was mit geschicktem Lüften: Das Fenster nur auf machen, wenn es draußen kühler ist als innen und in den Sonnenstunden alles geschlossen halten, rät Glier. In Wohnungen mit mehreren Etagen kann dabei Durchzug mit „Kamineffekt“ von unten nach oben gemacht werden.

Wer Mängel am Haus nachhaltig beheben möchte, der kann den Energieberater Friedhelm Glier kommen lassen. Für den Sonderpreis von 60 Euro bekommt man von ihm eine gründliche Analyse samt Protokoll und zwei bis vier Thermographiebilder. Auf denen lässt sich erkennen, wo schlecht gedämmt ist oder unsauber gearbeitet.

Glier und seine Kollegen finden dabei nicht selten Mängel, wie Klappen zum Dachboden, die nur aus Sperrholz bestehen, schlecht eingepasste Fensterrahmen und ungenügend gedämmte Wände und Dächer.

(Report Anzeigenblatt)