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Hopfen und Malz...

Mönchengladbach. Wenn am 15. Juli um 17 Uhr Bürgermeister Ulrich Elsen am Fuß des Abteibergs das Fass ansticht, dann geht eine Veranstaltung in die zweite Runde, die schon direkt beim ersten Mal ganze Völkerwanderungen auslöste - die Mönchengladbacher Bierbörse. Von Ulrike Mooz

„Ein Bier geht immer“ hört man am Niederrhein so oft. 350 Biersorten gehen in Mönchengladbach offenbar auch immer. Denn direkt zur ersten Mönchengladbacher Bierbörse im vergangenen Jahr pilgerten gleich rund 25 000 Bierfreunde auf den Geroplatz am Fuße des Abteibergs. Vom 15. bis 17. Juli veranstaltet die Erkelenzer Agentur EMG nun zum zweiten Mal das Event rund um das kühle Helle - und Dunkle.

In Sachen Bier gibt es in diesem Jahr gleich zwei Anlässe zum Feiern: Das deutsche Reinheitsgebot feiert den 500. Geburtstag und die Bierbörse, die seit 1987 durch Deutschland tourt, geht ins 30. Jahr.

„Wir haben einiges verbessert“, sagt Andreas Born, Geschäftsinhaber der Agentur EMG. So gibt es zwar wieder 37 Stände, darunter aber auch neue Biersorten, wie das russische Bier am Baltika-Stand oder das Aventinus Eisbock, das besonders gut zu warmem Schokokuchen passen soll. Es gibt den neuen Stand mit Bier aus dem Herzoglichen Bräustüberl am Tegernsee und einen Craft Beer Store mit 70 Sorten. Das Schwarze Abt aus der Klosterbrauerei Neuzelle wurde jüngst sogar von Papst Franziskus in einer Audienz gesegnet. Ob der es auch selbst getrunken hat, ist allerdings nicht überliefert. „Es geht hauptsächlich ums Treffen und ums Probieren“, sagt Veranstaltungskauffrau Tamara Theissen, die Organisatorin.

Verbesserungen gibt es laut Born auch dort, wo das Bier am Ende hingeht, bei den Toiletten. Die sind jetzt zahlreicher und besser sichtbar verteilt, so dass man darauf hofft, dass die Gladbacher sich zügeln und sich das Wildpinkeln in die Rabatten des Geroparks verkneifen.

Zum Konzept gehört wie immer auch ein musikalisches Programm: Am Freitag mischt die Marching Pop Band „Walking Hats“ das Publikum auf. Samstag gibt es energiegeladene Coverversionen von Oldtime Music und Bluegrass Songs, Country, Rockabilly, Rock’n’Roll bis zu aktuellen Hits von „Kelsey’s Cowboys“. Und für Sonntag hat sich die niederländische Street-Band „Wa’n Brass“ mit Pop, Rock, Swing und Blasmusik angesagt. Übrigens: das erste Fass am Freitag geht „aufs Haus“.

(Report Anzeigenblatt)