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Junger schwedischer Angreifer muss sich beweisen
Hrgota ist in der Pflicht

Junger schwedischer Angreifer muss sich beweisen: Hrgota ist in der Pflicht
Branimir Hrgota ist mit vier Treffern des beste Torschütze in Borussias Vorbereitung. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach (df). Da Max Kruse für die kommenden Spiele gegen Sarajevo und den Saisonauftakt gegen Stuttgart ausfällt, schlägt die Stunde von Branimir Hrgota. Lucien Favre hält große Stücke auf den jungen Schweden. Dennoch wird deutlich, dass ein weiterer Stürmer dem Kader gut tun würde. Von David Friederichs

Eigentlich schien es gar nicht schlimm, als die Meldung von der kurzfristigen Harnleiter-OP von Max Kruse bekannt wurde. Der Nationalspieler postete selber ein Foto aus dem Krankenhaus, nur wenige Tage sollte er ausfallen. Doch erneut auftretende Schmerzen zwangen Kruse zu einem längeren Aufenthalt im Krankenhaus, Kruse fehlte gestern im Pokal in Homburg und wird auch im Hinspiel in Sarajevo als auch zum Saisonauftakt gegen Stuttgart fehlen.

Erster Ersatz ist einer, auf den Trainer Lucien Favre schon lange große Stücke hält: Branimir Hrgota. „Vergessen Sie Hrgota nicht!“ - dieser Satz ist immer wieder zu hören, wenn Favre über die Sturmbesetzung spricht. Im Training überzeugt der junge Schwede regelmäßig, lässt dort seine Klasse aufblitzen und ist vor dem Tor einer der Besten in Borussias Kader. „Ihm fehlt ein wenig Praxiserfahrung“, sagt Favre und weiter: „Er hat so viel Qualität, dass er sie langsam zeigen muss.“ Favre nimmt Hrgota in die Pflicht. Nur gute Trainingsleistungen oder Tore in der Vorbereitung (Hrgota ist mit vier Toren bester Torschütze der Borussia in der Vorbereitung) reichen damit nicht mehr, er muss sein Können auch in Pflichtspielen jetzt unter Beweis stellen. Nach dem Gala-Auftritt vor gut einem Jahr in Mainz, als er drei Treffer in einem Spiel erzielte, ließ er in der vergangenen Saison, wenn auch meist nur als Einwechselspieler, nur zwei weitere Tore folgen.

Diese Aussagen und Fakten zeigen, dass hinter dem Sturmduo Kruse und Raffael durchaus noch Bedarf für einen Neuzugang besteht. Doch muss dieser auch die Qualität im Kader erhöhen und nicht die Quantität. „Wenn dann brauchen wir eine gute Lösung, die uns nicht nur jetzt sondern auch in Zukunft weiter hilft“, verkündete Favre.

Nachdem beim paraguayischen Stürmer Jorge Benitez laut Sportdirektor Max Eberl das Gesamtpaket nicht stimmte, bleibt die Stelle im Kader weiterhin vakant. Druck wolle man sich nicht auferlegen bei Borussia, den Markt weiter beobachten. Und wer weiß, vielleicht kann Hrgota ja seine Qualitäten nun auch in den Pflichtspielen unter Beweis stellen und damit den Ruf nach einem neuen Stürmer verstummen lassen.

(Report Anzeigenblatt)
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