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Im Slalom um die „Tretminen“!

Im Slalom um die „Tretminen“!
Dass sie die Hinterlassenschaften fremder Hunde beseitigen müssen, sehen Edith und Wolfgang Leppelt nicht ein. FOTO: Andreas Baum
Rheydt. Eigentlich wohnen Edith und Wolfgang Leppelt mit ihrem Häuschen direkt am Rand eines schönen Grüngürtels. Doch die Natur hinter dem Haus lockt auch Spaziergänger mit Hunden an, und die denken oft gar nicht daran, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner selbst zu entsorgen. Von Ulrike Mooz

Wenn Wolfgang Leppelt, 73, nur mal kurz zur Garage will, muss er aufpassen, dass er mit den Hausschuhen nicht in einer „Tretmine“ ausrutscht. Leppelts wohnen in der Kruchenstraße direkt am Zugang zum Grüngürtel Trimpelshütte. „Das ist hier so eine Hundelaufstrecke“, sagt Wolfgang Leppelt. Viele Hundebesitzer kämen hier vorbei und würden ihre Vierbeiner ungeniert auf dem gepflasterten Weg oder sogar in die Vorgärten ihr Häufchen machen lassen. Hinter Leppelts Grundstück auf dem Rasen des Grüngürtels sieht es nicht besser aus. Dort hört man im Sommer nicht selten, wie sich Eltern mit Kindern über die „Tretminen“ ärgern.

Gegen Hunde haben Wolfgang Leppelt und seine Frau Edith, 73, nichts, aber schon dagegen, dass sie regelmäßig mit Besen, Schaufel und Plastiktütchen die stinkenden Hinterlassenschaften anderer beseitigen müssen. „Wann das genau angefangen hat, wissen wir gar nicht“, sagt das Ehepaar, das schon seit 1977 dort wohnt. Irgendwie seien die Leute früher weniger ignorant gewesen. Edith Leppelt, zu deren Hobbys das Reimen gehört, hat schon über ein Schild nachgedacht: „Dieser Weg, der ist zum Laufen, aber nicht für Hundehaufen“.

Einmal hat Edith Leppelt einen Hundebesitzer „erwischt“ und gefragt, ob er die Hinterlassenschaften seines Hundes jetzt einfach da so liegen lassen wolle. Der habe dann auch peinlich berührt und brav alles weg gemacht, sagt sie. Aber das sei doch was, wo man auch ohne Aufforderung drauf kommen müsse.

Übrigens hat die Initiative „Clean up“ auch in der Umgebung Kruchenstraße so genannte Bello-Boxen aufgestellt, die diese berühmten schwarzen Tütchen zur Entsorgung von Hundekot enthalten - nur etwa 80 Meter von Leppelts Haus entfernt.

(Report Anzeigenblatt)