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Individuell und tierisch gut

Individuell und tierisch gut
Individuelle Förderung, auch mit Hilfe von engagierten Mittelstufenschülern, wird am Franz-Meyers-Gymnasium in Giesenkirchen groß geschrieben. FOTO: Andreas Baum
Giesenkirchen (cc). Das Franz-Meyers-Gymnasium in Giesenkirchen setzt mit Lernbüro, Übermittagsbetreuung und Schulhündin Muna erfolgreich auf individuelle Förderung. Von Christina Reineke

Lesen fällt nicht allen gleich leicht. Und wenn es darum geht, laut vor der Klasse zu lesen, dann erhöht sich der Druck für manch einen Schüler oder eine Schülerin noch einmal mehr. Wenn Muna zu Besuch ist, gestaltet sich die Situation aber ganz anders. Plötzlich macht es den Schülern Spaß der Hündin etwas zu erklären, ihr vorzulesen und mit ihr in Interaktion zu treten. Am Franz-Meyers-Gymnasium in Giesenkirchen ist die anderthalbjährige Australian-Shepherd-Hündin als Schulbegleithund „eingestellt“. Ihr Frauchen, Alexandra Oellers, ist dort als Mathematik- und Deutschlehrerin tätig und hat Muna schon von Kindesbeinen an auf diesen Job vorbereitet. „Seit dem Welpenalter habe ich verschiedene Hundeschulkurse und Seminare mit Muna besucht. Außerdem hat sie erfolgreich die Therapiebegleithundeprüfung bestanden. Zweimal die Woche ist sie in der Schule im Einsatz und eine wirkliche Bereicherung.“ Das bestätigt auch Schulleiter Armin Bruder. „Persönlich bin ich kein großer Hundefreund, aber es ist phänomenal was der Hund bei den Kindern auslöst.“

Schon zu Gründungszeiten, vor etwa 40 Jahren, wurde das Franz-Meyers-Gymnasium auf dem Gedanken aufgebaut, dass ein Aufstieg durch Bildung und nicht durch Herkunft möglich ist. Deshalb setzt die Schule auf eine individuelle Förderung der Schüler der Klassen 5 und 6 durch verschiedene Nachmittagsangebote, wie das Lernbüro, die Hausaufgaben- und die Übermittagsbetreuung. Die Angebote sind kostenfrei und die Betreuung erfolgt durch Fachlehrkräfte und engagierte Mittelstufenschüler. Eine genaue Diagnose des Lernstandes ist Grundvoraussetzung, diese wird durch einen von den Lehrern erarbeiteten Diagnosebogen und die Selbsteinschätzung der Schüler ermittelt. „Dadurch ergibt sich ein differenziertes Bild über den ganz individuellen Leistungsstand des Schülers anhand dessen wir das passende Förderkonzept aussuchen. Grade die Arbeit mit den älteren Schülern ist sehr effektiv, da sich die Jüngeren von ihnen oft besser verstanden fühlen als von den Lehrern“, so Oellers. Für die Siebtklässler gibt es eine individuelle Lernbegleitung in Form von Kleingruppen in den Fächern Französisch, Englisch, Latein und Mathematik.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.fmg-mg.de

(Report Anzeigenblatt)
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