| 16.27 Uhr

Jan Delay macht sich Mönchengladbach klar

Jan Delay im SparkassenPark
Jan Delay im SparkassenPark FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Vor 6000 Fans lieferte Jan Delay mit seiner Band "Disko No. 1" im Mönchengladbacher SparkassenPark eine Show, bei der es Keinen auf den Sitzen hielt. Von Christina Reineke

Sparkassenpark Mönchengladbach, 20.04 Uhr: Umrahmt von hübschen, fahnenschwingenden Frauen im Leoparden-Dress betritt Anzugträger Jan Delay die Bühne. Nachdem er ein wenig "Liebe" gespreadet und die Mönchengladbacher ihm diese mit zu Herzen geformten Händen wieder zurückgegeben haben, macht er das Ziel für den Abend klar: den 6000 angereisten Fans soll es richtig heiß werden. 

Delay selbst zieht sich für dieses Vorhaben schon früh sein Jackett aus, um dann mit seiner einzigartigen Animations-Aerobic-Mitmach-Show so richtig Gas zu geben. Ob Rock, Reggae oder Rap – wer den kleinen Hamburger schon einmal live erlebt hat weiß, dass er und seine Band "Disko No. 1" sich in jedem Genre Zuhause fühlen und gleichwertig begeistern können. Und das bekommt auch Mönchengladbach zu spüren. Schon nach den ersten Takten sitzt auf der Tribüne niemand mehr und das wird sich bis zum Schluss nicht ändern.

Von "mannigfaltiger Ekstase" spricht Delay, fordert sein Publikum auf zu "dancen", auch wenn er mit "Sie kann nicht tanzen" das Gegenteil beteuert; bringt ihnen Tanzmoves zu "Türlich, Türlich" bei; lässt sie bei "Oh Jonny" ihre Klamotten über den Köpfen kreisen und schafft es tatsächlich den kompletten SparkassenPark zum Freezen, "dem guten alten Stopptanzen", zu motivieren. Zwischen den Songs hat Zirkusdirektor Delay immer einen flotten Spruch auf den Lippen und die Menge tobt. Einzig und allein sein Versuch Gladbach in "Glacken" umzutaufen, in Anspielung auf das parallel laufende Festival in Wacken, kommt nicht so richtig gut an. 

Nach fast zwei Stunden ist es dunkel geworden, das Publikum, Disko No. 1 und Jan Delay sind mehr als heiß, das Ziel des Abends ist also erfüllt ¬¬- und endlich, nachdem die Fans schon drum bettelten,  erklingen die Töne von "St. Pauli". Die Stimmung ist auf dem Siedepunkt angekommen, die Menschen liegen sich in den Armen, strecken ihre strahlenden Handys in die Luft und gröhlen lauthals mit. 

Jan Delay hat es geschafft, er hat sich Mönchengladbach klar gemacht.

 

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