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Jetzt geht’s historisch rund

Jetzt geht’s historisch rund
Die erste Stele steht: Sie wurde vom Metallbauer Udo Stephan, Bezirksvorsteher Herbert Pauls, Kulturdezernent Dr. Gert Fischer und Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners (v.l.) offiziell eingeweiht. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Seit zehn Jahren gibt es in Mönchengladbach Bestrebungen, die Stadtmauer als historischen Blickfang mehr in den Fokus zu rücken. Jetzt gibt es dazu endlich eine Infotafel und die soll den Anfang eines Rundweges machen. Von Ulrike Mooz

Eine Stele mit Infotafel aus Corten-Stahl, die später dekorativen Rost ansetzen soll, klärt im Geropark neuerdings über das frisch restaurierte Stück Stadtmauer samt Kampenturm aus dem frühen 15. Jahrhundert auf. Die Mauer, oftmals nur als Untergrund für Graffiti-Schmierereien wahrgenommen, soll jetzt stärker in den Fokus von Bürgern und Gästen der Stadt gerückt werden. Mit der Stele ist der Anfang gemacht für einen Rundweg, der später insgesamt zu 17 Stationen an Freiflächen und Fassaden führen soll. „Was lange währt... Seit zehn Jahren sind wir jetzt mit der Thematik beschäftigt“, sagt Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners bei der offiziellen Einweihung des Rundweg-Starts. Ein inzwischen wieder aufgelöster Bürgerverein hatte seinerzeit für einen Rundweg gekämpft und 16 000 Euro gesammelt, die jetzt für die aufwendigen Infotafeln samt QR-Code für Smartphone-Besitzer eingesetzt werden.

Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Stadtplanung, der Unteren Denkmalbehörde und des Stadtarchivs war notwendig, um den zukünftigen Rundweg entlang dem Verlauf der früheren Stadtmauer zu planen. Weitere Stadtmauer-Reste am Abteigarten, Dicken Turm, Wyenturm und Bornefeldschen Turm, sowie die Abtei, das St. Vith, das Torwärterhaus an der Viersener Straße/ Sandradstraße, die Christuskirche und das Rathaus sollen auch Rundwegstationen werden.

(Report Anzeigenblatt)