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Jetzt gibt´s was auf die Ohren!

Jetzt gibt´s was auf die Ohren!
Beim 2. Mönchengladbacher Lesefestival wird an zahlreichen Orten vorgelesen - auch in Kitas und Schulen. FOTO: Stiftung Lesen / Andrea Steinbrecher
Mönchengladbach. Unter der Schirmherrschaft von Günter Netzer präsentiert „MG liest“ das 2. Mönchengladbacher Lesefestival vom 16. bis 20. November. Von der Redaktion

Bücher haben Gewicht! Bücher im Umzugskarton, halbvoll gepackt, so ein Karton lädt zum Schleppen ein. Ja, wer lesen will, muss sich anstrengen. Das gilt besonders für Kinder, die das Lesen erst lernen müssen. Damit das gut gelingt, ist Papier geduldig und die Mönchengladbacher Bürger bereit, sich vorbildlich für das Entschlüsseln der Buchstaben einzusetzen.

Rund um den 12. Bundesweiten Vorlesetag der Stiftung Lesen, hat das „MG liest“ Team um Dagmar Jansen, Ingeborg Mühlenbroich, Jasmin Bittermann, Ansgar Fabri und Holger Quante in diesem Jahr wieder ein Lesevergnügen für alle Altersgruppen auf die Beine gestellt. Getragen und umgesetzt von zahlreichen Mönchengladbacher Bürgern, wird in der Woche vom 16. bis 20. November das Lesen als Spaß bringendes Event in die Stadt gebracht. Lesen als Vergnügen, das zum Nachmachen auffordert.

Auch in diesem Jahr sind wieder viele Prominente mit dabei. Ulrike von der Groeben, Günter vom Dorp, Torsten Knippertz, Rolf Königs, Frank Kindervatter, Paula Emmrich, Rolf Göttel, Dr. Albert Damblon oder Dr. Klaus Hansen sind nur einige davon.

Organisatorin Dagmar Jansen freut sich auf eine besondere Änderung in diesem Jahr: „Es wird pausenlos, also von morgens bis abends, gelesen. Möglich macht dies die ,Pausenliteratur’ der Stadtbibliothek in der Mittagszeit.“ Wenn der „Lesehunger“ gestillt ist, stehen hier kleine Snaks für das leibliche Wohl bereit. Außerdem wird es inklusive Veranstaltungen und bilinguale Lesungen in Englisch, Russisch, Türkisch, Polnisch, Albanisch, Spanisch und Plattdeutsch geben.

Überall in der Stadt wird gelesen. In Kitas und Schulen, aber auch an besonderen Orten unter anderem im Abwasserkanal, in einer Stretchlimousine, im Betten-Depot, im Comet-Cine-Center, im privaten Salon, im Münster, in der Citykirche, in der Kinderbuchsammlung Stephan Kühn, beim Fahrradhändler, in der Pizzeria oder im Modehaus. Es gibt Geschichten für große und kleine Leute - laut, leise, im Dunkeln, spannend, lustig, erotisch oder nachdenklich. Wer es ganz persönlich mag, lässt sich etwas aus Tarot-Karten lesen. „Das Angebot ist so groß, dass für jeden Geschmack etwas dabei sein wird“, sagt Dagmar Jansen. Alle Veranstaltungen sind dabei kostenlos.

Die Bilanz des ehrenamtlichen Einsatzes kann sich sehen lassen und schlägt kurz vor dem Start den Veranstaltungsrekord von vor zwei Jahren. Die „öffentlichkeitswirksamste Vorlesehauptstadt 2013“ (Stiftung Lesen) geht in diesem Jahr mit über 400 Vorlesern und rund 260 Veranstaltungen an den Start. Die Zahl der Leser hat sich 2015 somit verdoppelt. Die jüngsten Vorleser sind gerade mal acht Jahre alt, die Älteste 85. Außerdem beteiligen sich erstmalig Vorleser aus angrenzenden Städten.

(Report Anzeigenblatt)