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JU empfiehlt „Probewohnen“

Mönchengladbach. Auswärtige für einen Umzug begeistern und vor allem die Stadt als attraktiven Wohnort bekannt machen – das ist das Ziel des prämierten Projekts „Probewohnen“ der Stadt Görlitz, das 2015 zum dritten Mal mit bundesweiter Resonanz gestartet ist. Von Jan Finken

Rund 750 Personen aus 200 Orten bewarben sich bei den ersten beiden Runden in den Jahren 2008 und 2010. Drei sanierte und möblierte Altbauwohnungen in der Innenstadt stellt Görlitz über seine städtische Wohnungsbautochter den potenziellen Neubürgern für je eine Woche kostenlos zur Verfügung. Lediglich eine Betriebskosten-Pauschale in Höhe von 80 Euro wird in Rechnung gestellt. „Als ich einen Bericht über diese Initiative las, war ich gleich von der Idee begeistert“, berichtet der Vorsitzende der Jungen Union Nord, Patrick Broniewski. Er regt an, das Projekt mit den städtischen Wohnungsbaugesellschaften auch in Mönchengladbach politisch zur Diskussion zu stellen: „Es würde sich als Mosaikstein ideal in das Programm ,Wachsende Stadt’ einfügen. Der immense Aufschwung, den die Stadt gerade erlebt, könnte über die Stadtgrenzen hinaus getragen werden.“ Der Jungpolitiker schlägt vor, das Probewohnen wie in Görlitz wissenschaftlich – etwa von der Hochschule und ihrem NIERS-Institut – begleiten zu lassen. „Ein solcher Blick von außen könnte auch Mönchengladbach wertvolle Hinweise für künftige Handlungsfelder in der Stadtplanung geben“, vermutet Broniewski.

(Report Anzeigenblatt)