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Jugend und Kultur finden zueinander

Jugend und Kultur finden zueinander
Die Beteiligten von Stadt, Kreisjugendamt und Kreismusikschule, Jugendeinrichtungen, Fotowerkstatt und Clown Antoschka freuen sich auf den neuen Kulturrucksack. FOTO: rmb
orschenbroich (rmb). Die Stadt Korschenbroich packt auch in diesem Jahr wieder den Kulturrucksack. Zwar nicht mehr im wahrsten Sinne des Wortes, denn die bunt gepunktete Tasche wie im letzten Jahr gibt es diesmal nicht mehr, aber wenn, wäre sie gut gefüllt. Mit elf Angeboten bietet man mehr auf als die Kooperationspartner in Kaarst (9) und Meerbusch (7). Von der Redaktion

Die drei Nachbarkommunen treten wieder im Verbund auf, denn jede für sich könnte die erforderliche Zahl von 3 500 Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren nicht erreichen. Gemeinsam aber konnten Fördermittel in einer Gesamthöhe von 27 852 Euro beim NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport beantragt werden. „Wir haben extra allen Kindern einen Brief nach Hause geschickt, damit die Information nicht im Schulranzen verschwindet und die Eltern auch noch einmal den Impuls zum Mitmachen geben können“, sagt Nina Nierwetberg vom Kulturamt. Neben der Stadt ist auch der Rhein-Kreis mit seiner Musikschule und dem Jugendamt im Boot. „Ein Großteil der Angebote findet in den Jugendfreizeiteinrichtungen statt und von dort hat es auch viele Anregungen gegeben. Es ist gut, dass Kultur nicht nur in ihren gewohnten Stätten wie Theatern stattfindet“, sagt Reinhard Griese vom Kreisjugendamt.

So beteiligen sich mit dem katholischen Jugendheim St. Andreas, den evangelischen Jugendzentren „Choice“ und „Klärwerk“ sowie dem Glehner Treff „SinnFlut“ vier Einrichtungen. „Wir haben im Vorfeld unsere Jugendlichen gefragt und ein Ranking erstellt“, erzählt Katrin Zajfert vom „SinnFlut“ zu den eigenen Angeboten. Dort werden nun Mangas gezeichnet und Naturschätze vergoldet. Die weiteren Workshops bieten Musik im Percussion-Kurs und Fotografie, Zirkus im „Klunni“-Theater und Waldspaziergänge durch den Liedberger Wald und es werden Spiele entworfen.

In den Nachbarstädten werden unter anderem Theaterstücke und Musicals einstudiert, Stadtpoeten und Nachwuchsreporter gesucht, Lieder und andere Texte geschrieben. Alle Beteiligten dürfen sich, sofern sie möchten, bei einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung am 5. November im Städtischen Meerbusch-Gymnasium präsentieren. Diese ist zwar noch einige Monate entfernt, die Workshops des „Kulturrucksacks“ starten aber jetzt und sind teilweise bereits ausgebucht. Dies spreche für den Erfolg des Vorjahrs, weiß auch Bürgermeister Marc Venten. Für seinen Haushaltsetat bekommt er vom Land NRW exakt 6 912,40 Euro für die Angebote in der Stadt Korschenbroich. Die Summe errechnet sich nach der Anzahl der Jugendlichen zwischen zehn und 14 Jahre in der Stadt.

(Report Anzeigenblatt)