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Neue Homepage und Facebookauftritt „mg-act/ Jugendstil“ für Jugendliche von 13 bis 18
Jugendstil für Jugend mit Stil

Neue Homepage und Facebookauftritt „mg-act/ Jugendstil“ für Jugendliche von 13 bis 18: Jugendstil für Jugend mit Stil
Sie stellten am Mittwoch die neue Jugend-Homepage vor: Kulturdezernent Dr. Gert Fischer, Kulturbüro-Leiter Dr. Thomas Hoeps, Philipp Königs von der Agentur Königshaus und Bernd Ormanns (v.l.) von der Sparkasse. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (um). Kujuki war gestern, die neue Internetseite der Stadt für Jugendliche heißt „mg-act“ und hat ein völlig neues Konzept. Jetzt werden dafür Jungen und Mädchen gesucht, die die Redaktionsarbeit machen. Von Ulrike Mooz

Was aus heutiger Sicht ziemlich „niedlich“ wirkt, war 2008 so neu und hip, dass es als innovatives Pilotprojekt vom Land NRW gefördert wurde: Kujuki, die städtische Internetseite für Kinder und Jugendliche. Mit 18 000 Besuchen jährlich und 80 000 Seitenaufrufen gilt sie als ziemlich erfolgreich - oder galt muss man sagen. Denn Kujuki ist Geschichte. Am Mittwoch stellte das Kulturbüro zusammen, mit dem Sponsor Stadtsparkasse, dem Kulturdezernenten und der beauftragten Agentur Königshaus die Nachfolgeseite mit dem vielsagenden Titel „mg - act/ Jugendstil in MGladbach“ vor.

„Mit einem weinenden Auge verzichten wir auf die Kinder“, sagt Dr. Thomas Hoeps, Initiator und Leiter des städtischen Kulturbüros. Die sechs- bis elfjährigen als Zielgruppe sind zusammen mit Kujuki, dem Maskottchen-Hasen verschwunden. Der Hase sei zu kindlich gewesen, Jugendliche ab zwölf hätten den schon uncool gefunden, so Hoeps, der sich seit vielen Jahren mit dem Thema kulturelle Jugendbildung im Internet beschäftigt.

Die neue Homepage www.mg-act.de soll in Zukunft von Jugendlichen mit Berichten, Fotos, Video- und Audiobeiträgen bestückt werden. „Das Herzstück ist das Magazin“, so Hoeps, der zusammen mit zwei Praktikanten des Kulturbüros und der Volontärin für kulturelle Bildung die Seite und den dazu gehörigen Facebookauftritt betreut. Im Magazin sind Berichte, Reportagen, Interviews, Umfragen, Storys und Poetry vorgesehen. Unter „Orte“ findet man eine Google-Map mit eingetragenen Einrichtungen und Treffpunkten von und für Jugendliche, die noch erweitert werden soll. Außerdem sollen Jugendliche demnächst von fünf Radioredaktionen unter anderem bei Borussia Beiträge liefern. Die Themen sollen die jungen Redakteure selbst bestimmen. Natürlich müssen die Beiträge vom Kulturbüro frei geschaltet werden. Gewalt verherrlichende Texte und beleidigende Kommentare werden natürlich nicht erscheinen, ansonsten ist aber fast alles erlaubt. Auf der neuen Seite werden zudem die agierenden Redaktionen vorgestellt, es gibt Info und Veranstaltungen zum Thema Berufswahl, Kino und Konzerttipps und Hilfe bei Sorgenthemen, wie etwa Mobbing, Missbrauch, Drogen und Schwangerschaft.

Gestaltet hat das alles Philipp Königs von der Agentur Königshaus. Er hat dafür gesorgt, dass die Seite benutzerfreundlich zu bedienen, aber auch einfach zu bestücken ist. „Heute geht es weniger um Ästhetik, als um Usability“, sagt er. Für den finanziellen Anschub hat die Stadtsparkasse gesorgt.

Ob es die Seite dauerhaft geben wird, hängt davon ab, ob sie die Jugendlichen erreicht, sind sich Hoeps und Kulturdezernent Dr. Gert Fischer einig.

(Report Anzeigenblatt)