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Kleiner Teddy – große Wirkung

Kleiner Teddy – große Wirkung
Die Mitglieder des Ladies-Circle und ihre Kleinen freuen sich mit der Beigeordneten Dörte Schall (dritte v.l.) und Samira Hlaouit vom allgemeinen sozialen Dienst (fünfte v.l.) über das erfolgreiche Projekt. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Sie sind klein, flauschig und haben eine ganz besondere Eigenschaft: die „Trost-Bärchen“ des Ladies-Circle trösten Kinder in schwierigen Situationen und geben ein klein bisschen Geborgenheit zurück. Nach vielen Sammelaktionen sind jetzt wieder 70 Teddybären zusammen gekommen. Von Gina Dollen

Mit funkelnden Augen schaut der kleine Jonas auf den großen Karton voller Teddybären. „Wofür sind die Mama?“, fragt er seine Mutter Julia Reugels vom Ladies-Circle verwundert. Diese Frage kann ihm ganz einfach beantwortet werden. Die Bärchen sind für Kinder, denen es nicht so gut geht wie Jonas. Kinder, die Trost brauchen und für die ein Teddybär mehr bedeutet, als man anfangs vielleicht glauben würde.

Vor knapp vier Jahren hat Ladies-Circle Mitglied Nicole Dembowski einen Zeitungsartikel über Trost-Bärchen, die an Kinder verteilt werden, gelesen. „Das wäre doch auch was für Mönchengladbach“, dachte sie sich und rief die Aktion mit den anderen Mitgliedern des Ladies-Circle ins Leben. Von da an nutzten sie jede Gelegenheit, um auf Veranstaltungen Teddybären zu verkaufen.

Aber Moment, die sollen doch verschenkt werden, denkt man sich jetzt vielleicht. „Pro verkauftem Bär wird ein zweiter gespendet. Man kauft also quasi einen Bären und verschenkt gleichzeitig auch noch einen zweiten an jemanden, der ihn wirklich dringend gebrauchen kann“, erklärt Julia Reugels.

Besonders bei Flüchtlingsfamilien, die eine wirklich schwierige Zeit hinter sich haben, kommen die Teddys gut an. „Einmal haben sich bei uns Flüchtlingsfamilien angemeldet, während die Kinder unten im Foyer gewartet haben. Ich habe dann schnell ein paar Bärchen geholt. Die Kinder waren richtig glücklich, sogar eine 13-Jährige hat das Kuscheltier mit glänzenden Augen angenommen“, erzählt Samira Hlaouit vom allgemeinen sozialen Dienst.

Auch bei der Arbeit des Jugendamts sind die Trost-Bärchen viel wert. „Diesen Stempel des bösen Jugendamtes wird man nicht wirklich los. Mit den Bärchen haben unserer Mitarbeiter direkt einen anderen Zugang zu den Kindern und zeigen, dass sie Freunde, keine Feinde sind“, so Hlaouit weiter.

So ein kleiner Teddybär ist also ganz schön vielfältig und kann Kindern in Not für einen kurzen Moment ein Gefühl von Zuhause und Geborgenheit geben.

(Report Anzeigenblatt)