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Klingelklau! Geht’s noch?

Klingelklau! Geht’s noch?
Unglaublich: Bei Stefan Lukoschus war der Klingeldieb schon zweimal. So wie auf dem kleinen Foto sieht die Klingelanlage aus, wenn sie intakt ist. FOTO: Andreas Baum/ Ulrike Mooz
Eicken. Wer macht denn sowas? Stefan Lukoschus ist stinksauer: An seinem Haus in Eicken ist innerhalb von vier Wochen gleich zweimal nachts die Klingelanlage geklaut worden. Inzwischen weiß er, dass er nicht das einzige Opfer des Klingeldiebes ist. Von Ulrike Mooz

In der Toreinfahrt von Stefan Lukoschus’ Haus in der Marienkirchstraße hängen nur noch Kabel aus der Wand. Ein Dieb hat die gesamte Klingelanlage mitgehen lassen - und das gleich zweimal innerhalb von vier Wochen. In der Nacht zum 3. November und in der Nacht auf den 5. Dezember schlug der Dieb zu. Schaden: mehr als 500 Euro. „Hast Du die neue Klingelanlage wieder ausgebaut?“, fragte ihn am Mittwochmorgen seine Mitarbeiterin. Und da erst merkte er, dass die gerade neu installierte Anlage schon wieder weg war.

Über Facebook hat Lukoschus gleich drei andere Opfer von Klingeldiebstählen gefunden - in Bettrath zum Beispiel verschwand eine Türklingel mit Kamera, und auch in der Gneisenaustraße ist eine Klingel geklaut worden. „Der Postbote hat mir gesagt, dass hier in Eicken auch noch weitere Klingeln gestohlen wurden“, sagt Stefan Lukoschus, „wo leben wir denn hier?“. Der Inhaber eines Dentallabors hat den Diebstahl natürlich direkt zur Anzeige gebracht, aber die Polizei hat ihm nicht viel Hoffnung gemacht. „Was soll man machen?“, sagt er, schließlich könne man ja nicht nachts Wache schieben.

Auf der Suche nach Ersatz im Internet ist er auf verdächtig ähnliche Teile zum Schnäppchenpreis gestoßen, wie die, die ihm gestohlen wurden: Zwei Tastenmodule, ein Mikrofon, und ein Türsprechmodul fehlen. „Aber das könnte ich ja gar nicht beweisen“, sagt der Eickener.

Damit er den Ärger nicht noch einmal hat, bekommt die neue Klingelanlage eine Gravur mit dem Namen des Eigentümers und in eine Überwachungskamera will Lukoschus auch investieren. Die Kabel dafür hat er schon gelegt. „Außerdem klebe ich die Klingel jetzt mit Silikon fest und versehe sie mit einem extra Diebstahlschutz.“ Dass der Dieb sich ziemlich gut auskannte, schließt Stefan Lukoschus daraus, dass er offenbar die Spezialkarte besitzt, mit der man die Module aus dem Rahmen der Klingel hebeln kann.

(Report Anzeigenblatt)