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Kontinuität und Herausforderungen

Kontinuität und Herausforderungen
Geschäftsführer Frank Polixa (l.) und der 1. Vorsitzende Dr. Christof Wellens stellten des Jahresbericht 2014 des Caritasverbandes Region Mönchengladbach vor.
Mönchengladbach. Der Caritasverband Region Mönchengladbach blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. Dies wurde bei der Vorstellung des Jahresberichtes deutlich. Das Angebot wurde ausgeweitet, Personal aufgestockt und auch im Bereich Flüchtlinge engagiert sich der Verband. Von David Friederichs

Kontinuität und neue Herausforderungen – unter dieses Motto stellte Frank Polixa das vergangene Jahr des Caritasverbandes Region Mönchengladbach. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt der Geschäftsführer. So wurde im vergangenen Jahr der Stamm der hauptamtlichen Mitarbeiter um 14 erhöht. Die Steigerung lag vor allem an einem größeren Personalbedarf im Pflegebereich. „Auch in den kommenden beiden Jahren werden weiter Mitarbeiter zu uns stoßen“, sagt Dr. Christof Wellens, 1. Vorsitzender des Caritasverbandes. Neben den hauptamtlichen Mitarbeitern sind rund 300 ehrenamtlich Engagierte bei der Caritas tätig. Wellens: „Mit unseren insgesamt über 20 Diensten und Einrichtungen sind wir ein wichtiger Partner für die Menschen der Stadt. Wir betreuen Säuglinge ebenso wie alte Menschen in der allerletzten Lebensphase.“

Einerseits stehe die Caritas für Kontinuität in der sozialen Arbeit, so Polixa. So habe der Hausnotruf 2014 sein 30-jähriges und das Caritaszentrum Giesenkirchen sogar sein 40-jähriges Bestehen feiern können. Andererseits stellt man sich immer neuen Herausforderungen. Im Frühjahr 2014 wurde die Tagespflege in Venn eröffnet, in der 14 Senioren gepflegt werden. „Damit haben wir eine Versorgungslücke für alte Menschen und ihre Angehörigen in Venn geschlossen“, so Polixa. Dass die Einrichtung bereits nach wenigen Monaten voll belegt war, habe gezeigt, dass man mit dem Angebot den Nerv der Zeit getroffen hat. Außerdem ist die Caritas in der Pflege der Senioren der einzige „Vollsortimenter“ in Mönchengladbach. Die Qualität im gesamten Bereich Alter und Pflege als auch beim Hausnotruf wurde nach internationaler Norm rezertifiziert. „Ein Meilenstein“, wie Polixa sagt.

Um die Arbeit der hauptamtlichen Mitarbeiter zu ergänzen, ist das ehrenamtliche Engagement unersetzlich. Bereits seit einigen Jahren werden ehrenamtliche Palliativbegleiter, die sterbenden Menschen beistehen, ausgebildet. Erstmals wurde zudem im letzten Jahr ein Qualifizierungskurs für ehrenamtliche Seniorenbegleiter abgeschlossen, die sich einsamen und demenzkranken Menschen widmen. „Das ist eine zukunftsweisende Kombination aus hauptamtlicher Pflege und ehrenamtlicher sozialer Betreuung“, verdeutlicht der Geschäftsführer. Daher werden im Herbst zwei neue Kurse gestartet.

Nichts desto trotz wird eine große Herausforderung für die Zukunft sein, genügend Fachkräfte für die steigende Zahl von alten Menschen zu finden. Daher wurde die Ausbildung beim Caritasverband gestärkt. Derzeit gibt es 25 Auszubildende. Außerdem beteiligt sich der Verband an einer bistumsweiten Kampagne zur Gewinnung von Pflegefachkräften. Zusätzlich wird man in den nächsten Monaten in den sozialen Netzwerken aktiv und verstärkt die Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter.

Im nächsten Monat feiert der Caritasverband das 45-jährige Bestehen seines Frühförderzentrums Rheydt. Die Einrichtung gehört zum Bereich „Soziales und Familie“, dem zweiten großen Arbeitsfeld der Caritas. „Mit unserem heilpädagogischen Kindergarten Am Kuhbaum, der Paul-Moor-Schule, der Familienpflege, dem Freiwilligen Zentrum, der Schuldner- und Sozialberatung und der AIDS-Prävention geben wir seit vielen Jahren Impulse für das soziale Leben in Mönchengladbach“, erläutert Polixa. Auch die Flüchtlingsarbeit nimmt dabei einen immer größeren Rahmen ein. So werden die Kosten für die Betreuung von drei Familien durch den SKM Rheydt übernommen. Außerdem engagiert man sich in Giesenkirchen, Lürrip und Korschenbroich.

(Report Anzeigenblatt)