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Krönung mit drei Kochmützen

Krönung mit drei Kochmützen
Mit eins (Helmut Wallrafen, Geschäftsführer Sozial Holding, l.), zwei (Gisela Bausch-Weis, Sozial Holding, 2.v.l.), drei (Marion Stroemer, Betriebsleiterin der Zentralküche, r.) Kochmützen ist die Zentralküche der Sozial Holding vom TÜV Rheinland und der Hochschule Niederrhein ausgezeichnet worden. Auditor Manuel Potthoff vom TÜV (2.v.r.) und Professor Dr. Volker Peinelt (Mitte) übergaben das Zertifikat. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Die Sozial Holding bietet Essensversorgung auf höchstem Niveau. Nach einem umfassenden Zertifizierungsprozess wurde sie nun mit der Höchstnote – drei Kochmützen – ausgezeichnet. Das Bewertungsverfahren wurde von der Hochschule Niederrhein entwickelt. Von Yvonne Simeonidis

Die Zentralküche der Sozial Holding produziert Essen für sieben städtische Altenheime, 200 Kunden im Bereich Essen auf Rädern und diverse externe Partner. Eine logistische Meisterleistung, die nur durch das Ineinandergreifen vieler Zahnräder funktionieren kann. An den vielen Schnittstellen wurde in den vergangenen Monaten geschraubt, Prozesse verbessert, Mitarbeiter geschult und vieles mehr. Das Ergebnis ist nun die Zertifizierung mit Bestnote – respektive drei Kochmützen – durch den TÜV Rheinland.

Das Kochmützenkonzept wurde von der Hochschule Niederrhein erdacht, um eine umfassende Zertifizierung von Gemeinschaftsküchen durchführen zu können. Einer der beteiligten Wissenschaftler ist Professor Dr. Volker Peinelt: „Viele Gütesiegel greifen zu kurz. Mit unserem Kochmützenkonzept decken wir die Bereiche Hygiene, Prozessgestaltung, Ernährungsphysiologie, Angebotsgestaltung, Ökologie, Kommunikation und Service ab.“

Am Anfang des Prozesses steht ein Katalog mit 50 „Killerfragen“. Erst wenn diese alle positiv beantwortet sind, kann der Auditor des TÜV Rheinland – in diesem Fall Manuel Potthoff – seine Arbeit aufnehmen.

Frische, schmackhafte, ansprechende und gesunde Mahlzeiten sind für die Sozial Holding eine Selbstverständlichkeit. Erreicht wird dies mit dem modernen „Cook and Chill“-Verfahren. Die Speisen werden zu 80 Prozent fertiggegart und dann innerhalb von 90 Minuten auf drei Grad heruntergekühlt. „Das gibt etwa den Seniorenheimen mehr Flexibilität, wann sie die Mahlzeiten servieren und gleichzeitig werden lange Warmhaltezeiten vermieden“, erklärt Marion Stroemer, Betriebsleiterin der Zentralküche. Werden Speisen lange warmgehalten, besteht die Gefahr, dass die nötige Temperatur von 65 Grad unterschritten wird und so Keime entstehen, die speziell für Senioren gefährlich werden können. „Mit dem ’Cook and Chill’-Verfahren wird dies ausgeschlossen“, erklärt Professor Peinelt. „Wir haben eine hohe Verantwortung gegenüber unseren Kunden“, betont auch der Geschäftsführer der Sozial Holding Helmut Wallrafen.

Neben den Produktionsprozessen in der Zentralküche wurde auch die Arbeit der Küchen vor Ort in den Seniorenheimen überprüft und natürlich auch die Speisen verkostet. Vom Frühstück über Mittagessen, Kuchen und Snacks bis zum Abendessen bietet die Sozial Holding ihren Kunden ein Komplettpaket. „Wir bieten täglich drei verschiedene Menüs mit neun unterschiedlichen Komponenten, die frei kombiniert werden können“, erklärt Gisela Bausch-Weis, „so können wir auf den Glauben unserer Kunden, Unverträglichkeiten, persönliche Vorlieben und Allergien Rücksicht nehmen.“

Mit der Kochmützen-Zertifizierung ist das Qualitätsmanagement selbstverständlich nicht abgeschlossen. „Wir müssen und wollen uns weiterentwickeln“, erklärt Marion Stroemer – damit es auch in drei Jahren beim nächsten Zertifizierungsprozess wieder mit den drei Kochmützen klappt.

(Report Anzeigenblatt)