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Kunstvolle Friedensbotschaft

Kunstvolle Friedensbotschaft
Den Panzer, der die Mauer durchbricht, hat Künstler Rainer Käsmacher neu dazu gebaut. FOTO: Ulrike Mooz
Rheydt (um). Das Riesenkunstwerk ist noch riesiger geworden: Die Künstler Julien A. Kempkens, Gregor Wosik und Rainer Käsmacher zeigen ihr begehbares Kunstwerk „Give peace a chance“ noch einmal und erweitert im leeren Ladenlokal in der Shopping-Galerie. Von Ulrike Mooz

Die „Straße des Friedens“, wie die drei Künstler der Gruppe „Art’rois“ – der Bildhauer Julien A. Kempkens, der 3D-Illusionsmaler Gregor Wosik und der Assemblagen-Künstler Rainer Käsmacher – ihr Riesenkunstwerk nennen, ist noch einmal größer und vielfältiger geworden. Zwei Jahre hatten sie daran gearbeitet, bevor sie es Ende Februar im Atelier Klassiko von Gregor Wosik zeigten (der Stadt Spiegel berichtete) und damit Massen von Kunstinteressierten anlockten: Zerborstene Häuserwände, knatternde Maschinengewehre, fliehende Menschen auf der einen Seite, plätschernde Bäche, Vogelgezwitscher und „Angekommene“ auf der anderen – das XXL-Kunstwerk „Give peace a chance“ hatte angesichts der Flüchtlingsströme im vergangenen Jahr eine besondere Aktualität bekommen. Schon damals hatten die drei Künstler vor, in einem noch größeren Raum die 3D-Illusion noch zu vergrößern.

Dieser größere Raum ist jetzt auf der ersten Etage der Shopping Galerie am Marienplatz in Rheydt gefunden. Wo früher die Kunden von „Strauss“ ein und aus gingen, hat sich die Straße des Friedens in einem Teil des Ladenlokals jetzt von 16 auf 22 Meter verlängert und von 6 auf 8,50 Meter verbreitert. „Wir hatten vorher nicht so das richtige Straßenfeeling“, sagt Rainer Käsmacher.

Seit Februar haben die drei Künstler noch einiges draufgelegt: Ein Panzer durchbricht jetzt eine Hauswand, es sind verschiedene Landschaften dazu gekommen und weitere Personen.

Den 40-minütigen Mix aus Film, lebensgroßer Kunst mit Geräusch und Lichteffekten, in die reingehen und anfassen ausdrücklich erwünscht sind, kann man am kommenden Freitag, 14. Oktober,

um 16 Uhr erstmals in der Shopping Galerie besichtigen. Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro.

(StadtSpiegel)