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Neue Kurse für pflegende Angehörige der Bildungs-GmbH starten am kommenden Mittwoch
Länger aktiv und unabhängig bleiben

Mönchengladbach (ysl). Vor etwa anderthalb Jahren starteten die Bildungs-GmbH, eine Tochtergesellschaft der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach, und die AOK Rheinland/Hamburg in Mönchengladbach ihr kostenloses Kursangebot für pflegende Angehörige. Am kommenden Mittwoch, 11. März, startet der nächste Schulungszyklus. Von Yvonne Simeonidis

Fast 600 Teilnehmer haben sich bis heute im Rahmen von Schulungsabenden über Themen wie Pflegeversicherung, Mobilisation, Ernährung, Körperpflege, Demenz, Sturzprävention oder die Bedürfnisse Schwerkranker informiert. Was in 2013 mit fünf Modulen begann, wurde seit der gerade abgeschlossenen vierten Kursrunde um drei Module erweitert. „In allen unseren Kursmodulen bitten wir die Teilnehmer um ihr Feedback“, erklärt Susanne Hammer von der Bildungs-GmbH, „daraus sind die drei Zusatzmodule ’eigene Grenzen erkennen’, ’Sturzprävention’ und das Modul zum Thema ’Bedürfnisse Schwerkranker und Sterbender’ entstanden.“

Die Schulungsabende finden jeweils mittwochs von 17 bis 18.30 Uhr in den Räumlichkeiten der Sozial-Holding an der Königstraße 151 statt. Die einzelnen Module wiederum bestehen aus zwei bis drei Terminen. Selbstverständlich ist es nicht verpflichtend, an allen Modulen teilzunehmen. „Jeder kann sich ganz gezielt die Themen herauspicken, die für ihn am relevantesten sind“, erklärt Susanne Hammer, „viele, die zum Beispiel die fünf ersten Module gemacht haben, haben jetzt die Module sechs bis acht besucht.“ Für manche treffen Themen wie Demenz nicht zu. Allerdings komme es dann häufig vor, dass gerade diese Menschen einige Monate später zurückkommen, weil ihre Angehörigen nun doch betroffen sind. „Demenz ist immer noch ein Tabuthema“, betont Johannes Schwartzmanns von der AOK Rheinland/Hamburg, „in den Schulungsgruppen finden die Teilnehmer andere Betroffene und können sich austauschen.

Dieser Austausch ist neben dem vermittelten Handwerkszeug die zweite wichtige Säule der Schulungen. „Das Kursangebot ist natürlich der Kern der Sache“, erzählt Susanne Hammer, „was sich aber nach etwa drei bis fünf Abenden entwickelt, ist mindestens genauso wichtig. Die Menschen kommen miteinander ins Gespräch, bleiben teilweise noch lange nach Ende des Kurses, um sich auszutauschen.“ Es ist auch schon der Wunsch entstanden, einen Gesprächskreis zu installieren. „Wir stellen dafür selbstverständlich gern die Räumlichkeiten zur Verfügung“, betont Hammer.

Das in den Schulungen vermittelte Wissen helfe sogar, den Sprung von einer Pflegestufe zur nächsten zu verzögern. „Mit den Ratschlägen, die die Teilnehmer erhalten, können die Gepflegten länger aktiv und mobil bleiben“, berichtet Marion Schröder, stellvertretende Leiterin der Regionaldirektion der AOK Rheinland/Hamburg. „Einer der vielen Gründe, weswegen wir das Projekt selbstverständlich weiter finanziell unterstützen.“

(Report Anzeigenblatt)
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