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Länger und öfter feiern ?

Mönchengladbach (schrö). Seit gestern darf auf öffentlichen Plätzen in Nordrhein-Westfalen länger und öfter gefeiert werden. So sieht es der neue Freizeitlärm-Erlass von Umweltminister Johannes Remmel vor. Wie reagiert Mönchengladbach? Von Klaus Schröder

Michael Hilgers vom Sparkassenpark sagt: „Wir kennen den genauen Wortlaut noch nicht, gehen aber davon aus, dass man in Absprache mit dem zuständigen Amt Verbesserungen erzielen kann.“

Auf die Frage, ob er sich nur nicht zu früh freuen wolle, antwortet der Geschäftsführer seufzend: „Ich habe schon so viel erlebt.“ Er sieht den Erlass dennoch als guten Schritt. „Für unsere Konzertbesucher wäre das natürlich toll: Wenn es dunkel ist, zumindest zum Schluss, haben wir eine viel schönere Atmosphäre.“ Damit wäre viel gewonnen. Detlef Dreßen, der Vorsitzende des Schaustellerverbandes Mönchengladbach, sagt mit einem Lächeln: „Ich habe schon richtig durchgeatmet, denn für uns ist das gut. Das sichert unsere Existenz und unseren Berufsstand.“ Das bezieht er auf die vorhandenen Veranstaltungen. „Mehr wollen wir ja gar nicht.“

Der Erlass sieht im Einzelnen vor, dass statt an 10 nun an 18 Tagen im Jahr Veranstaltungen an einem Ort stattfinden dürfen und die schärferen Lärmgrenzwerte nicht bereits ab 22 Uhr eingehalten werden müssen, sondern erst ab Mitternacht, in Ausnahmefällen sogar erst ab 2 Uhr morgens.

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Der Erlass wird unter www.recht.nrw.de im neuesten Ministerialblatt veröffentlicht.

(StadtSpiegel)