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Lauter kleine Schmusetiere

Odenkirchen. Im Mönchengladbacher Tiergarten gibt es Nachwuchs und eine „verrückte Liebe“ zu sehen. Von der Redaktion

Wer sehen möchte, wie liebevoll sich eine Mutter um ihr Kleines kümmert, kann das gerade im Tiergarten erleben, denn viele Tiere haben Nachwuchs. Zum Beispiel ist ein Junges bei den Javaneraffen geboren. „Die Mutter passt sorgsam auf ihr Kleines auf und ist stolz wie Bolle“, so Tiergartenleiterin Dr. Katrin Ernst. Auch ein flauschiges graues „Eselkind“ wird von den Besuchern gerne besucht und steht schon gar nicht mehr auf so wackligen Beinen wie kurz nach der Geburt. Netten Nachwuchs gibt es auch bei den Nasenbären. „Sie gehören ohnehin zu den Lieblingen bei unserem kleinen Zoo, doch der niedliche Nachwuchs ist fast nicht zu toppen“, freut sich Ernst.

Und dann plaudert sie noch ein wenig aus dem „Nähkästchen“: Vor geraumer Zeit wurden im ehemaligen Braunbärgehege die Nasenbären zusammen mit den Waschbären untergebracht: Ob sie sich vertragen, war zu Beginn nicht klar, denn in der Natur begegnen sie einander nicht. Alles lief nach Plan. „Doch damit hatten auch wir nicht gerechnet: Eine Waschbärdame hat sich doch tatsächlich in einen der Nasenbären verliebt. Sie kuschelten verliebt und wollen anscheinend auch für Nachwuchs sorgen“, so Ernst schmunzelnd . Ob das gelingt, ist eher fraglich. Es wäre wahrscheinlich eine neue Gattung: Die erste „Waschnase“ der Welt. Mittlerweile hat die Waschbärin mit ihrer übergroßen Fürsorge dafür gesorgt, dass dem armen Nasenbär an manchen Stellen kein Haar mehr wächst. „Zu seiner Sicherheit mussten wir die beiden räumlich trennen“, erläutert die Tiergartenleiterin. Die Moral von der Geschicht‘: Zu viel Liebe hilft doch nicht.

Flauschig, groß und immer für eine Umarmung zu haben – das sind die Furrys. Viele kennen diese Tier- und Maskottchenkostüme nur aus Freizeitparks oder den Fußballstadien. Aber es gibt auch Privatpersonen, die Spaß daran haben, sich so zu verkleiden und mit den Menschen in Kontakt zu kommen.

Am Sonntag, 21. Juni, sind sie erneut im Tiergarten Mönchengladbach, Am Pixbusch, zu Gast. Ab dem frühen Nachmittag werden sie durch den kleinen Zoo ziehen und hoffentlich viele nette Begegnungen mit den großen wie kleinen Besuchern haben. „Wer sich traut die Furrys anzusprechen, darf sie sicher auch mal streicheln und ein Foto mit diesen ganz außergewöhnlichen und sehr seltenen Zoo-Tieren machen“, so Ernst.

(Report Anzeigenblatt)