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LEO spendet für „Raum der Stille“

LEO spendet für „Raum der Stille“
Einen Gedenkstein hat die Paul Moor-Schule bereits – die Spende des LEO Clubs Mönchengladbach aus dem Verkauf des letztjährigen Adventskalenders trägt nun dazu bei, dass sie auch einen „Raum der Stille“ bauen kann: (v.l.) Stefanie Groß (LEO Club), Marion Middendorp (stellvertretende Schulleiterin), Klaus Kohn (Schulleiter), Künstler Wolfgang Brünker und Sarah Hempsch (LEO Club). FOTO: Caritas Verband
Hardt. 13.500 Euro spendete der LEO Club Mönchengladbach, die Jugendorganisation von Lions, jetzt der Paul Moor-Schule des Caritasverbandes. Mit dem Geld baut die Förderschule für Kinder und Jugendliche mit geistigen und körperlichen Behinderungen einen "Raum der Stille" auf ihrem Gelände im Hardter Wald. Von der Redaktion

Bei der Spende handelt es sich um den Reinerlös aus dem Verkauf des letztjährigen LEO-Adventskalenders. Schon seit fast anderthalb Jahrzehnten gestalten die 16 bis 30 Jahre alten Mitglieder des LEO Clubs alljährlich einen besonderen Adventskalender für einen sozialen Zweck. Hinter den Türchen versteckten sich auch 2014 viele hochwertige Preise, die von Sponsoren aus der Stadt zur Verfügung gestellt wurden – Waren- und Reisegutscheine, Digitalkameras und Navigationsgeräte oder auch Tickets für ein Spiel von Borussia Mönchengladbach, um nur einige Beispiele zu nennen.

"Der Reinerlös unserer Aktion ist immer für junge Menschen in Mönchengladbach bestimmt", berichtet Sarah Hempsch, eine der Aktiven des LEO Clubs. 3.300 Adventskalender verkaufte die Jugendorganisation im vergangenen Jahr zum Stückpreis von fünf Euro. Die Spende in Höhe von 13.500 Euro überreichten Hempsch und Stefanie Groß jetzt an den Leiter der Paul Moor-Schule, Klaus Kohn, und seine Stellvertreterin Marion Middendorp.

Die Schule des Caritasverbandes baut derzeit einen "Raum der Stille" auf ihrem Gelände im Hardter Wald. "In den letzten Jahren sind mehrere unserer Schülerinnen und Schüler gestorben. Wir möchten einen Ort schaffen, an der wir unserer Trauer würdig Ausdruck verleihen können", erläutert Marion Middendorp. Geplant ist ein sieben Meter hoher, an ein Tipi erinnernder Raum aus Holz, der für alle Schüler und Lehrer offen ist. "Dorthin kann jeder gehen, der das Bedürfnis dazu hat", sagt Klaus Kohn. Sogar eine komplette Klasse findet Platz. "Wir möchten den Raum auch für meditative Einheiten nutzen – es soll ein Ort sein, der lebt", betont Kohn. Der Expertenkreis mittelständischer Unternehmen in Möchengladbach und weitere Sponsoren unterstützen das Vorhaben.

Schon jetzt verfügt die Schule über einen Stein, der von dem Künstler Wolfgang Brünker im Rahmen der Missionale Düsseldorf 2009 geschaffen wurde. Er hat über 70 Nischen herausgearbeitet, die Kerzen aufnehmen können, sowie sieben christliche Symbole. "Mit diesem Stein und dem künftigen Raum der Stille haben wir eine Möglichkeit, das Fundament und die zentrale Säule unserer Schule sichtbar und erfahrbar zu machen", berichtet Marion Middendorp. Rund 130 junge Menschen im Alter von sechs bis 18 Jahren besuchen die Schule.

(Report Anzeigenblatt)