| 16.02 Uhr

Leser-Echo auf „Er kämpft gegen die Kippen“ „Mittlerweile rege ich mich nicht mehr auf

Leser-Echo auf „Er kämpft gegen die Kippen“ „Mittlerweile rege ich mich nicht mehr auf
Wie soll man mit Zigarettenkippen verfahren? FOTO: schrö
Fortsetzung von Seite 1 Von Klaus Schröder

Die Aktion von Rüdiger Darda gegen das achtlose Wegschnippen von Zigarettenkippen beschäftigt unsere Leser.

Mönchengladbach.

Ulrike Feldt-Laubach etwa schreibt: „Genau wie Herr Darda rege ich mich auch auf, wenn viele Bürger glauben, sie hätten ein Recht darauf, Kippen, Pappbecher, Dosen und Verpackung von schnell verzehrten Süßigkeiten einfach fallen lassen zu dürfen. Dieses Verhalten, sich eines lästig gewordenen Gegenstandes, ohne schlechtes Gewissen zu entledigen, ist leider weit verbreitet. Nach dem Besuch einer anderen Stadt, wie Freiburg, Aachen oder Münster, sehe ich sofort den großen Unterschied; Mönchengladbach ist in weiten Teilen dreckiger. Mit der Erhöhung der Grundsteuer sollte die Stadt eigentlich sauberer werden, hat mir mal ein CDU-Politiker erklärt. Erkennen kann ich es aber noch nicht.“

Ralf Gulbins äußert sich: „Ich war erfreut zu lesen, dass die tatsächlichen Zustände in Mönchengladbach, speziell auf das Ordnungsamt und die Polizei bezogen, zur Sprache gebracht wurden. Dass unsere Straßen und „Grünanlagen“ zu Müllhalden werden, ist ja nicht mehr zu übersehen. Die Gehälter der mittlerweile an Ihren Bürostühlen festgewachsenen Ordnungsdienstler könnte man sich sparen. Müll an den Straßen, Ruhestörungen undsoweiter interessiert die Mitarbeiter nicht mehr. Unsere Polizei bekämpft offensichtlich nur noch 14 jährige Mofafahrer und Mitmenschen wie Herrn Darda.

Jede Nacht finden in Mönchengladbach, auch rund um das Präsidium und auf der Korschenbroicher Straße, Hochgeschwindigkeitsrennen statt. Die Beamten müssen taub sein, wenn sie das nicht hören. Warum wird das geduldet?“

„Ich kann den Ärger des Herrn Darda gut nachvollziehen. Ich wohne in Odenkirchen Wetschewell und was sich hier alleine in Wetschewell zuträgt, ist unter aller Kanone. Ordnungsamt? Was ist das? Selbst wenn man anruft, kommt niemand, dann wird gesagt vielleicht in 2, 3 Stunden und zum guten Schluss bekommen sie ein Formular, das sie im Bedarfsfall ausfüllen können. Hier auf unserer Straße wird seit Monaten vor einer Verkehrsinsel, wo striktes Halteverbot herrscht, jeden Morgen geparkt, obwohl dadurch das Unfallrisiko an dieser Stelle steigt. Oder Sperrflächen werden zugeparkt, einzelne Fahrzeuge belegen zwei Parkplätze, oder Fahrzeuge werde so geparkt, dass das Heck noch in die Fahrbahn reicht. Das sind nur ein paar Beispiele. Aber es interessiert niemanden.“ Das ist die Meinung von Kuno Mergner.

Claudia Engels schreibt: „Also das Problem mit den Kippen auf den Bürgersteigen und Straßen kenne ich selbst nur allzu gut. Seit eine junge Familie im letzten Jahr bei uns in die Hausgemeinschaft gezogen ist und beide sehr viel rauchen, schmeißen sie ihre Kippen achtlos auf die Straße und den Bürgersteig. Also mittlerweile rege ich mich darüber nicht mehr auf, ein Mal die Woche wird die Straße gefegt (der Kehrwagen fährt nicht bei uns durch die Straße), durch meine Berufstätigkeit komme ich nicht öfters dazu und dann kehre ich die ganzen Kippen zusammen und die Straße sieht die nächsten Tage erstmal wieder sauber aus. Denn ansonsten sieht es wie vor einer Kneipe aus, dabei wohnen wir in Windberg so schön. Ich finde, die Raucher sollten alle kleine Tütchen oder Aschenbecher mit raus nehmen und dann die Kippen in die nächste Tonne werfen. Das kann doch nicht so schwer sein! Aber wie gesagt am Anfang hat mich das genervt und jetzt sehe ich drüber hinweg, bis ich die Straße wieder kehre, was soll man sonst auch machen?“

Michael Tannheimer meint: „Hier werden Kippen wie selbstverständlich auf die Straße geschnippt, offensichtlich hat noch nie jemand tatsächlich das Bußgeld von 30 Euro bezahlen müssen. Ich sammle im Buchholzer Forst regelmäßig Müll auf: Dosen, Flaschen, Verpackungsmüll, da gehen die Leute in den Wald und der Müll wird genauso gedankenlos weggeworfen wie in der Stadt. Wenn man Leute drauf anspricht: völliges Unverständnis.“

(StadtSpiegel)