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Leser-Echo zu „Ratten ? LEG wundert sich“ „Da huschte etwas vorbei“

Leser-Echo zu „Ratten ? LEG wundert sich“ „Da huschte etwas vorbei“
Rattenfalle an der Quirinstraße: Frank Brachter kommt extra in der Redaktion vorbei, um auf die seit ewigen Zeiten aufgestellten Rattenköder hinzuweisen. Foto: privat FOTO: schrö
Die Ratten-Geschichte vom Hensenweg beschäftigt weiter unsere Leser, mehr als sie möchten. Von Klaus Schröder

Michael Behm von der Merowinger Straße hat eigene Erfahrungen mit seinem Vermieter, der LEG. "Eines Abends sah ich am Glas der offenen Terrassentür etwas vorbeihuschen." Er sprang auf und sah gerade noch einen langen schwarzen Schwanz in einem Loch auf seinem Balkon verschwinden. Daraufhin hat er seinen Vermieter informiert und das Gesundheitsamt angerufen, "aber das stört die alle nicht."

Für Michael Behm ist es nicht die erste Auseinandersetzung dieser Art. "Ich komme eines Tages nach Haus, liegt mein Wandfernseher auf dem Boden, durch die Wand zieht sich ein langer Riss." Grund: Ein Wasserschaden im Stock über seiner Wohnung. Dann erscheint irgendwann jemand von der Vermieterfirma, der sich die Zerstörung ansieht, aber mit den Worten abreist: "Ach, das ist ja nicht so schlimm." Inzwischen hat Michael Behm selbst für eine Renovierung gesorgt und die Kosten in Rechnung gestellt. Mit Einschreiben und Rückschein, aber wieder: "das interessiert die nicht." Keine Reaktion. "Man denkt, man ist im falschen Film." Der Unternehmer sieht sich nicht als Einzelfall. Im Haus hat er einen Zettel aufgehängt und gefragt, wer noch Probleme mit seiner Wohnung hat. "Zwölf Leute haben sich bei mir gemeldet." Menschen, die sich alleine nicht zur Wehr setzen können oder wollen. "Ich glaube, der Vermieter baut in seiner Strategie auf die Leute, die still halten."

Unterdessen springt Rolf Nette vom Bäumchesweg den Mieterinnen Susanne Hoppe und Jutta Königs bei, die den Stein am Hensenweg ins Rollen brachte. Er schreibt: "Ich kann nur feststellen, dass die Aussage vom LEG-Sprecher Micha Lenz gelogen ist. Ich habe selbst im November 2016 die Wohnung von Frau Königs (sie war zu diesem Zeitpunkt in der Klinik) für die Schädlingsbekämpferin geöffnet. Sie wollte prüfen, ob der Lüftungsschacht nun frei ist, denn sie hatte dort ein paar Tage vorher eine tote Ratte herausgeholt. Zwei Wochen später habe ich etwas aus dem Keller geholt und wurde von einer Ratte angesprungen. Mir ist persönlich bekannt, dass das Gebiet schon seit längerem von Ratten heimgesucht wurde."

(StadtSpiegel)